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Zuletzt aktualisiert:
16. 5. 2012

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Projekt Ungarn/Simasag

 

Unsere Hilfe im Jahr 2011

Infos und unsere Hilfeleistungen 2012

Unsere Hilfe im Oktober bis Dezember 2010

Seit der entsetzlichen Giftschlammkatastrophe in Westungarn helfen wir auch in diesem Gebiet. Familie Wesenauer betreibt einen Katzengnadenhof in Simaság. Dieser Ort liegt ca.35km südöstlich von Sopron. Weitere ca. 55 km von Simaság ist das Giftschlammgebiet entfernt.
Bei Südostwind ist Simaság vom Giftstaub betroffen.

Bei unserer ersten Hilfsfahrt brachten wir ca. 300 Kilo Hunde- und Katzenfutter mit. Aber auch Decken und Matratzen.
Bei der zweiten Fahrt kamen neben all den Nützlichkeiten auch 2 Hundehütten mit nach Simasag.

Im Gnadenhof leben derzeit 56 Katzen und 6 Hunde. Diese Zahlen können aber jederzeit größer werden, denn auch in Ungarn werden Tiere, die nicht mehr gewollt sind, über den Zaun eines Tierlagers oder Gnadenhofes geworfen. Es leben aber auch einige gerettete Ziegen, Schweine und ein behindertes Reh hier. Vor einigen Wochen waren auch noch 10 Hasen im Gnadenhof, die glücklich bis an ihr natürliches Ende hätten leben dürfen. Aber nächtliche Einbrecher hatten es auf die Hasen abgesehen und nahmen alle mit.
 

Unter den vielen Katzen sind behinderte, blinde und sehr alte. Auch zwei Katzen mit Verätzungen durch den Giftschlamm fanden Aufnahme. In den Bildern sehen Sie von links nach rechts:

FERRY ist ca. 6 Jahre, lebte auf einem Campingplatz und verlor sein Auge durch eine Schussverletzung
TRICKIE ist ca. 25 Jahre alt. Sie wurde im Jahr 2000 ihrem vorigen Besitzer weggenommen, nachdem dessen Hund Trickies Babys und auch einen Teil ihres Schwanzes gefressen hatte.
SPAGETTI ist ca. 4 Monate alt und verlor durch eine Verätzung sein Auge (Schlammgebiet).

 

 

 

 

 

 

Unter den Hunden sind zwei schon sehr alt und fast blind.
Die anderen sind jung!

 

Alle Tiere sind gerettete, weil sie an den vorherigen Plätzen nicht mehr erwünscht waren. So die vier schwarzen Welpen (links die 2 Rüden) von einer Familie im selben Dorf. Die wollten die Welpen schon mit 4 Wochen nicht mehr bei sich haben. Frau Wesenauer konnte sie überreden die Welpen bis zum Alter von 8 Wochen beim Muttertier zu belassen. Nach 6 1/2 Wochen war aber deren Geduld am Ende, obwohl wir Futter für die Kleinen und die Hündin hingebracht haben. Bis 11. Dez. lebten die vier Zwergerln im Gnadenhof, hatten aber dann das Glück zu guten Plätzen in Österreich übersiedeln zu können.

Vermittelt

 

 

Bei dieser tierunfreundlichen Familie lebt auch ein Rüde, der an einer Kette hängt und als Unterschlupf ein umgelegtes Blechfass hatte. Genau so wie es in Griechenland üblich ist, nur dass es dort nicht so kalt wird wie in Mitteleuropa!

Wir brachten eine massive, isolierte Hundehütte, sodass er jetzt eine wärmere Unterkunft hat. Da er von seinen Haltern nur Küchenabfälle bekommt, versorgt ihn Frau Wesenauer mit Futter. Da winselt er schon vor Freude, wenn er nur ihr Auto hört!!

 

An diesem Beispiel sieht man, dass es, wenn man Österreich in östlicher Richtung verlässt, ganz schlecht um den Tierschutz bestellt ist. Auch in Ungarn gibt es viele der grausamen Tötungsstationen.

So ist es nahezu selbstverständlich, dass Frau Wesenauer viele der kaum versorgten Hunde aus der Nachbarschaft mit Futter auf der Straße versorgt. Für diesen Zweck haben wir die 300kg Trockenfutter mitgebracht. Katzen brauchen nicht auf diese Weise versorgt werden, denn die kommen über den Zaun aufs Grundstück des Gnadenhofes!

In den letzten Novembertagen hat man einen Schäferwelpen (Bild rechts) nachts bei eisiger Kälte über den Zaun geworfen. Zum Glück wurde er dabei nicht verletzt. Er lebt jetzt im Gnadenhof.

 

Hilfsfahrt am Mittwoch, 15. 12. 2010

Schon in den vergangenen Tagen haben wir viel Futter, Decken und Tücher gesammelt. Bei Andrea möchten wir uns besonders bedanken, denn sie hat schon am Montag eine Wagenladung Futter aus Oberösterreich herbeigebracht.
Das Futter und die Decken wurden in unseren Transporter geladen und ab ging es Richtung Ungarn in den kleinen Ort Simaság.
Das übrige Österreich stöhnte unter den heftigen Schneefällen, nur der Weg von Wiener Neustadt nach Westungarn war es trocken. Daher traf ich nach 1h, 20 Min. in Simasag ein. Neben den Hunden „begrüßten“ mich die 3 Ziegen, die Schweinchen, sogar das leicht behinderte Reh zeigte sich mir das erste Mal.

Herr und Frau Wesenauer waren ob der Menge unserer Waren überwältigt. Gemeinsam trugen wir alles in den Hof. Danach wurde alles von Herrn Wesenauer unter Dach verstaut.
Einige der 55 Stubentiger bekamen gleich einmal eine Kostprobe des Futters serviert. Quasi als Test. Sie ließen es sich schmecken, was für die Qualität des gebrachten Futters spricht. Bei einer Tasse Tee erfuhr ich, dass 2 der vier ungewollten, schwarzen Welpen aus der Nachbarschaft schon gute Plätze gefunden haben, dass eine Familie aus Wien 2 Katzen aufgenommen hat. Diese Tiere können schon schönen Weihnachten entgegen sehen.

Aber auch ich nahm heute 2 Tiere von Familie Wesenauer mit nach Österreich.
Volkano, ein rotes Katerchen, durfte mit mir ins Mostviertel zu einer tierlieben Familie reisen. Bis jetzt lebte er im Jungkatzenzimmer in Simasag. Hier leben auch die beiden, aus dem Schlammgebiet geretteten Kätzchen. Denen geht es inzwischen gut, obwohl eines ein Auge verloren hat.
Und noch wer durfte noch ausreisen! Gerry, der Hund, den als Alternative zu einer Vermittlung das Erschlagen werden drohte. Ein super liebes Kerlchen ist der Kleine. Er kam nach Oberösterreich zu einer Pflegestelle. Nach Weihnachten wird sich für ihn sicher ein gutes, dauerhaftes Zuhause finden.

Um 11 Uhr startete ich zur Reise bis nach Linz. Es schien jetzt sogar die Sonne und das Fahren war ein Vergnügen. Aber als ich zur Wiener Aussenringautobahn kam war es mit dem Vergnügen zu Ende. Starker Schneefall war nun mein ständiger Begleiter. Ich muss aber sagen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer rund um mich in ihrer Fahrweise den Straßenverhältnissen entsprechend verhielten.

So kamen wir gut nach Amstetten, wo Katerchen Volkano gleich vom ersten Augenblick die Wohnung seiner neuen Familie erkundete. Die vorhandene Hündin (aus Nitra) störte ihn nicht und auch nicht der Kater und die Katze. Er zeigte sich voll sicher, trotz seiner erst 10 Lebenswochen. Ich glaube der wird der kommende Chef der Vierbeinertruppe.

Danach ging es weiter nach Linz/Ansfelden. Hier traf ich mich mit der früheren Nitrahelferin Heidi. Sie nahm den kleinen Gerry (in Ungarn hieß er Buksi) in Empfang, um ihn bis zu seiner Vermittlung bei sich zu pflegen. In ihrem Transporter hatte sie einige hundert Kilo Katzenfutter, das nun in unsren Transporter geladen wurde. Begleitet von Schneefall gemischt mit starken Wind und Kälte, wurde uns bei der körperlichen Arbeit nicht kalt. Um 16:45 trat ich die Rückreise an. Bedingt durch die Schneefahrbahn, die mich bis fast nach Hause begleitete, dauerte die Fahrt natürlich länger als normal, aber ich war gut zurück im Bezirk Wiener Neustadt. Das Futter wird aufgeteilt für die vielen herrenlosen Katzen im Weinviertel und die ebenfalls vielen Katzen in Nitra.

So können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir allen Katzen in den von uns betreuten Projekten, die wir leicht mit dem Auto erreichen können, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gebracht haben.

 Am Tag darauf erreicht uns eine E-mail von Heidi:

Lieber Franz, bitte kannst Du das Mail an Fr. Wesenauer weiterleiten. Ich kann nur sagen, dass sich Buksi (linkes Bild) wohl fühlt, ein traumhaft lieber Zeitgenosse ist, gern spazieren geht, aber dann wieder gern im warmen Körbchen döst. Er ist ein Hund, der lachen kann – seine Augen sagen alles.

 Liebe Grüße
Heid
i

Von der neuen Familie des Katerchens Volkano (rechtes Bild, der kleine, rote Kater) bekamen wir gemailt, dass der Kleine voll neugierig ist und dass es ihm gut geht!

 

 

 

Anfang Dezember kam ein Mann aus der Nachbarschaft mit einem kleinen Hund an der Leine in den Gnadenhof. Das Frauchen von Gerry (Buksi) war vor kurzem gestorben. Jetzt kam der Kleine zu einem Mann, der ihn aussperrt und nicht versorgen will (kann?). Er fragte: Willst du ihn nehmen, ansonsten erschlage ich ihn halt! Natürlich fand auch Gerry Aufnahme und wird sehr gut versorgt. Nur für immer bleiben kann er nicht!

Daher suchen wir für den kleinen 2-jährigen Hundebub, der geimpft und gesund ist einen guten Platz bei Tierfreunden, wo sein Lebenslicht noch weiterleuchten kann. Er ist ein ruhiger Hund, kann ohne Probleme an der Leine gehen und wird all Ihre Liebe tausendfach zurückgeben.

Vermittelt

Wenn Sie uns bei unserer Hilfe für den Gnadenhof in Simaság unterstützen wollen, dann schreiben Sie bitte Ungarn bei Zahlungszweck auf den Zahlschein. Danke!