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Ein kurzer Rückblick:
Liebe Nitra-Freunde,
viele von Euch werden sicher die Seiten kennen, die zeigten wie es in Nitra ausgesehen hat, als Österreicher zu helfen begannen. Das war im Jänner 2003.
Für alle anderen, ein kurzer Blick in die Vergangenheit des Tierheimes und eine Gegenüberstellung gestern – heute. Man kann sehr gut sehen, wie sehr sich die
Unterbringungsmöglichkeiten geändert, ja verbessert haben.

Aber, und das wissen wir alle, diese Lösung ist weit weg von einem mitteleuropäischen Standard. Die Holzhütten und die Container als
Unterkunft für die Hunde und Katzen bewirken, dass kein Tier mehr erfrieren muss, wenn es im Winter, bei Eis und Schnee aus einer Wohnungshaltung
abgegeben wird. Früher, in den Gitterkäfigen, erfroren diese Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit.
2007, „feierten“ Georgia und ihre HelferInnen 10 Jahre privater Tierschutz mit ihrem privaten Tierheim. Privat deshalb, weil sie keine wie immer geartete Unterstützung durch die Stadtgemeinde oder das Land bekommen. Damals wurde ihnen gesagt: ihr könnt in
Eigenregie Tiere vor dem Töten retten, wir werden Euch nicht bekämpfen, aber Unterstützung bekommt ihr keine! Das war’s. Wir in Österreich oder Deutschland können uns
nicht vorstellen, mit welchen einfachen, ja primitiven Mitteln es gelang, die Tiere zu versorgen. Immer mit der Gewissheit, dass im Winter einige ganz sicher sterben. Seit 1997
kommt Georgia, nach ihrer täglichen Lehrtätigkeit als Mittelschulprofessorin, jeden Nachmittag in das Tierheim und versorgt die Tiere, reinigt die Käfige,
verabreicht Medikamente und macht vieles mehr. Bis spät in die Nacht, oft bis 1 oder 2 Uhr. Und morgens ab in die Schule. Natürlich helfen Eva und
einige andere mit. Aber bei so vielen Tieren... Es waren schon 250 Hunde und 70 Katzen da, und wenn es einmal nur 120 Hunde waren ging es leichter. Eine Sklavenarbeit! Durchschnittlich waren und sind 170 - 180
Hunde und viele Katzen hier. Da dauert schon das Reinigen der Hütten, Container und Ausläufe Stunden. Acht Jahre lang gab es keine Elektrizität.
Da mussten Kerzen und Petroleumlampen reichen. Erst seit 2005 gibt es Strom! Die selben Zustände betrafen die Wasserversorgung. Bis Dezember
2006 wurde das kostbare Nass mit Plastikbehältern vom gegenüberliegenden Nachbarn herangeschafft. ENDLICH, im Dezember 2006 kam der „Luxus“ einer eigenen Wasserleitung ins Tierheim!
Wie kam es, dass sich viele österreichische
Tierfreunde entschlossen dem Tierheim Nitra zu helfen?
Ende 2002 kamen E-Mails, in denen Georgia und Eva um Hilfe riefen. Das war die Zeit, in der bereits 250 Hunde im Tierheim waren. Wie schon erwähnt, fuhren
am 5. Jänner 2003 österreichische Tierfreunde, darunter auch unser Obmann Franz Ludwig, (damals Tierhilfe-GST) zu einer „Erkundungsfahrt“ nach Nitra. Was sie hier sahen, übertraf alles bisher als
schrecklich eingestuftes Gesehene. Alle entschlossen sich sofort zu helfen. Jedoch – Futter musste im Auto versteckt werden. Es war verboten, Futter von Österreich in die Slowakei zu bringen. Auch Decken
und alles andere musste getarnt werden. Heute unvorstellbar, seit dem die Slowakei Mitglied der EU ist. Jetzt gilt auch hier der freie Warenverkehr. Auch
beim Mitnehmen von Hunden hat sich viel geändert. Vor dem EU-Beitritt der Slowakei durften pro Auto nur 3 Hunde ausreisen. Jetzt pro Person im Auto 5
Hunde, wenn sie gesetzesgemäß transportiert werden können. Impfpässe musste man schon damals für die Hunde haben, nur war die Bezeichnung: Internationaler Impfpass. Es waren nahezu die gleichen Eintragungen
notwendig, wie im EU-Pass für Heimtiere heute. Nur der Strichcode und die Chipnummer sind neu.
Ja so war es, als noch alles viel schwieriger war als
heute. Aber es ging trotzdem vieles weiter.
Die schon erwähnten vielen Hütten kamen an Stelle der Gitterkäfige. Der mit einer dicken Kohlestaubschicht überzogene Boden wurde geschottert, auf dass die Hunde nicht mehr so sehr
mit schwarzen Staub bedeckt sind, wie früher und dass es auch in den Lungen besser aussieht.
Weiter ging es:
Das erste Holz-Katzenhaus (Bild rechts) wurde errichtet. Der Operationscontainer kam im Herbst 2005. Operationen und Kastrationen konnten nun endlich
durchgeführt werden. Weitere Container für die Unterbringung des Futters und der vielen Deckenspenden folgten.
 Der erste Katzencontainer (links) kam im Sommer 2006. Im Frühjahr 2007 kamen die beiden blauen
Container, einer für Katzen, einer für Welpen. Der für die Katzen wurde an den Orangen gestellt und mit einem Durchgang verbunden. Dadurch bekamen die Katzen zum ersten
Mal einen ausreichenden Lebensraum. Am Dach des orangen Containers ist ein großzügiger gesicherter Auslauf, der von den vielen Katzen gerne angenommen wird.
Der zweite blaue Container, der für die Welpen, wurde auf
den Operationscontainer gestellt. Dadurch wurde auf dem engen Gelände der Auffangstation Platz gespart . Die Welpen im 1. Stock haben zwar keinen Auslauf, doch da
sie immer gute Chancen haben, recht schnell einen Fix- oder Pflegeplatz zu bekommen, kann das vertreten werden.
Da einige der Holzhütten schon sehr mitgenommen sind, sollten diese von weiteren Bürocontainern ersetzt werden. Wir möchten Sie bitten, sich an diesem Ausbauprogramm
zu beteiligen. Wenn Sie bei Ihrer Spendenüberweisung bei Verwendungszweck „Nitra“ schreiben, dann können Sie sicher sein, das jeder Euro dem Ausbau des Tierheims und somit den Nitratieren zugute kommt.
Das war ein kurzer Überblick über die Geschichte des Tierheims in Nitra sowie ein Ausblick auf eines der Ziele für die nächsten Monate.
Durch die aufopferungsvolle Arbeit der Tierfreunde vor Ort und auch durch die Unterstützung vieler österreichischer Tierfreunde, konnten in diesen
Jahren viele hunderte Hunde sowie viele, viele Katzen gerettet werden. Ohne diese Tiervermittlung wäre es nicht möglich, weitere Hunde und Katzen vor
dem sicheren Tod (aus Tötungslagern) zu retten. Wir glauben, das alleine ist es wert, weiter zu helfen! Sie/Du helfen/hilfst doch auch sicher gerne mit.
Danke im Voraus sagt Franz Ludwig für den Tierschutz-Franziskus
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