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Privates Tierheim Nitra 2008
Nitrafahrt am 3. 12. 2008
Schon vor 2 Wochen bekam ich das Angebot wenn wir 2 Paletten Qualitätsschalenfutter kaufen, bekommen wir eine Palette Hundewurst gratis dazu.
Nach einem positiven Kassasturz sagte ich zu. Also
waren am Mittwoch den 3. 12. drei Paletten Futter im Großlager in Wiener Neudorf für unseren Verein reserviert. Die Frage, die mich aber schon seit Tagen beschäftigte war, wie bringe ich drei Paletten
nach Nitra, wo doch nur eine (=600 kg) in unseren Vereinstransporter passt.
Bei der Lösung halfen mir unsere fleissige Helferin Claudia Wemmer und die Firma Opel-Ebner. Da Herr Ebner Junior immer ein offenes Ohr für
transporttechnische Anliegen von uns Tierschützern hat, wurde uns ein Opel Movano zur gratis Verfügung gestellt. Der fasst 2 Paletten leicht, ohne überladen zu sein. Mein Bruder Erich steuerte
unseren Vereinstransporter mit der dritten Palette und zusätzlich noch rund 200 kg Trockenfutter. Diese 200 kg sind die Hälfte einer Futterspende eines Wiener Ehepaares. So brachten wir an einem
Tag mehr als 2.000 kg dringend benötigtes Futter nach Nitra.
So weit so gut.
Wir waren gerade mit dem Ausladen beschäftigt, als ein Slowake das Gelände betrat und begann sich
die am Transporter befindlichen Vereinsdaten abzuschreiben. Eva fragte ihn wer er sei und wofür er unsere Daten brauche. Er sagte, er sei Hundezüchter und vielleicht brauche er einmal unsere Hilfe.
Also, nichts liegt mir ferner als einem Hundezüchter zu helfen. Vielleicht war diese, seine, Aussage
auch falsch. Sicher leidet er auch unter den Kontrollen und Beschlagnahmungen bei Transporten von viel zu jungen Welpen, die nach Westeuropa durchführt wurden.
Wir werden sehen was diese Aktion des Züchters für die Zukunft bedeutet.
 Kurz darauf kam ein
Polizeiwagen mit Anhänger ins Gelände des Tierheims. Ihr seht es in den Bildern was die Polizei brachte. Die Polizisten hatten nichts dagegen, dass ich fotografierte. In den 4 Drahtkäfigen befanden sich 9 Hunde.
Hunde, die von gewissenlosen Individuen einfach ausgesetzt wurden. Die Polizisten bringen seit einiger Zeit ausgesetzte Tiere in das Tierheim,
anstatt sie in der Tötungsstation abzugeben. Die Körpersprache der Hunde zeigte mir, dass sie vollkommen verängstigt waren, als Eva sie ins Tierheim hinein, vorbei an vielen freilaufenden Hunden
führte. Für jeden einzelnen ein Drama. Bleibt nur zu hoffen, dass sie bald einen guten Platz in
Österreich oder Deutschland finden.
Bei der Heimfahrt durften 5 Hunde mitfahren, für die Anna Plätze gefunden hatte. Diese 3 Zwerge, die aussehen wie kleine Eisbären, waren neben 2 erwachsenen Hunden auch dabei.
Das war nicht viel, aber ich konnte diesmal nicht so viele Hundeboxen mitnehmen wie normal.
Franz Ludwig
Oktober und November 2008 und ein kurzer Jahresrückblick
In diesen beiden Monaten legten wir unser Hauptaugenmerk
wieder auf der Futterbeschaffung. Es gab die Möglichkeit Qualitätsfutter zu günstigen Konditionen zu kaufen. Im Bild rechts wird eine Palette Futter in unseren Transporter geladen. So
brachten wir wesentlich mehr als tausend Kilo Futter für Hunde und Katzen nach Nitra. Hunderte Kilo Einstreu für die Katzentoiletten kamen auch mit, sowie viele Säcke mit Tüchern
aller Art. Decken. Warme Bekleidung, die uns von Spendern gegeben wurde, hilft den Tierfreunden in Nitra im Winter. Liebe Tierfreunde, Sie sehen wir sind äusserst aktiv, um den Tieren in Nitra zu helfen.
Das ist aber wenig im Vergleich zu dem was unsere Freunde im Tierheim leisten. Ständig werden Tiere
abgegeben, werden aus den Tötungsstationen (ja, die gibt es noch immer!!! Der EU-Beitritt hat nichts daran geändert!) herausgeholt oder werden von den Straßen geborgen. Von der Straße oft mit
Verletzungen, aus den Tötungsstationen halb verhungert. In Anbetracht der Vorweihnachtszeit zeige ich Ihnen heute keine schockierenden Fotos. Nur Fotos von den geretteten Tieren.
Bei meinem Besuch in Nitra am 6. 11. zeigte mir Eva die Hunde, die 2
Tage zuvor aus einer Tötungsstation ausserhalb von Nitra befreit wurden. Im Bild links sehen sie einen Chowmischling mit total kranken Augen. Die
anderen Hunde sind nur unterernährt. Aber ab nun dürfen sie leben. Einige sind schon in Österreich. Die Augen des Chowmischlings wurden schon behandelt.
Bei meinem nächsten Besuch in Nitra, am 21. 11., wurde Fero zu der örtlichen Tötung gerufen, um 14 junge Hunde abzuholen, da für die kein
Platz mehr gewesen wäre (Bild rechts). Sie alle wurden aus unkontrollierter Vermehrung dort abgegeben. Die Mischlinge und die 5 Boxerwelpen waren im Alter von 5 – 10 Wochen. Für den kurzen
Transport wurden sie in einer Transportbox untergebracht, wo sie sich zusammendrängten um die Kälte nicht so zu verspüren. Sie werden nun von Lucie in deren Wohnung aufgepäppelt und
medizinisch versorgt. Aber nicht genug damit!
Am darauf folgenden Montag (24. 11.) mussten Fero und Eva mit der Polizei in ein Zigeunerlager
fahren um weitere 15 Hunde wegzuholen. Jeder fragt sich, wohin mit den vielen Hunden. In einige Zigeunerlager mussten sie heuer oft fahren, denn auch dort werden Hunde zügellos vermehrt. Manche
der Hunde werden verspeist. Die anderen vernachlässigt. Auch an Ketten oder Schnüren werden sie ihr kurzes Leben lang gehalten. Diese sind dann sehr oft eingewachsen. Glücklich die Hunde, die weggeholt werden können.
Manche der im Tierheim aufgenommenen Tiere sind verletzt. Beim Aussetzen eines Tieres sind viele Zeitgenossen nicht zimperlich. So
kommen Hunde mit Brüchen der Beine, des Beckens ins Tierheim, andere mit Brandverletzungen, Schnitten. Das heisst in jedem Fall, dass der Tierarzt aufgesucht werden muss. In komplizierten
Fällen muss in die Tierklinik im 45 km entfernten Trnava gefahren werden. Andere sind von äusserst attraktivem Aussehen und sind vollkommen gesund und fröhlich.
Oft wird Fero aus entfernteren Orten um Hilfe gebeten, weil herrenlose
Tieren auf den Straßen sind und die örtlichen Tierheime sich ausserstande sehen, das Tier aufzunehmen. Machen dort „Beamte“ Dienst?? Bei Fero,
Eva und den Anderen siegt die Tierliebe. So werden auch längere Fahrten in Kauf genommen um ein oder mehrere Tiere einzufangen und aufzunehmen.
Das Alles und noch viel mehr wird von nur 4 Menschen (Georgia nur halbtags neben ihrem Beruf) erledigt. Durchschnittlich sind 250 Hunde und 120 Katzen zu betreuen.
Diese großen Zahlen würden weiter wachsen, fänden sich keine Tierfreunde in Österreich und Deutschland, die gerne Tiere aus Nitra
aufnehmen und ihnen ein liebevolles Zuhause bieten. Ihnen allen wollen wir herzlich danken.
Viel Glück und Stärke wollen wir im Namen der Tiere aber auch den Tierfreunden in Nitra fürs neue Jahr wünschen. Wir werden Euch weiter helfen!
Um mitzuhelfen klicken Sie bitte HIER
Franz Ludwig und seine Helfer/innen.
Juni bis September 2008
In diesem Sommer gab es keine Pause für uns Helfer und auch nicht für die Tierfreunde in Nitra. Zu
groß war die Anzahl der abgegeben, geborgenen und aus den Tötungsstationen herausgeholten Hunde und Katzen. In den vergangenen 3 Jahren war die Anzahl der Tiere im Tierheim nie so hoch wie jetzt.
Der Bekanntheitsgrad des Tierheims von Georgia ist durch Fernsehberichte sehr gestiegen. Jetzt bringen viele Menschen ihre nicht mehr gewollten Tiere gleich ins Tierheim von Georgia, anstelle in die Tötung!
Unter all diesen Tieren waren auch zwei Maltesermischlinge. Ich habe sie
Bernhard und Bianca benannt. Sie wurden in unmittelbarer Nähe des Flusses Nitra ausgesetzt, wo sie von Eva und Fero geborgen wurden. Das Fell der beiden armen Hunde war so verfilzt und hart wie ein Panzer,
dass es zur Gänze knapp über der Haut abgeschnitten werden musste. Durch die Sonne war dann die Haut einige Tage rötlich. Im Bild sehen Sie Bernhard in der rechten Hand von Eva und sein entfernter harter Filz in
der linken. Dass er, sowie Bianca, nicht nur von dem Filz sondern auch von viel Ungeziefer befreit wurden war eine Wohltat. Die Beiden durften bald darauf nach Österreich mitkommen. Viel zu viele blieben aber in
Nitra!
Das war wieder ein besonderer Auftrag für uns, die Situation im Tierheim zu verbessern. Bei unseren
14-tägigen Fahrten nach Nitra brachten wir wieder viele hundert Kilo Hundefutter und ebensoviel Katzenfutter ins Tierheim. Dafür waren nicht nur die Tiere, sondern auch die Betreuer/innen sehr, sehr
dankbar. Natürlich waren auch Decken, Leintücher und Badetücher, sowie andere Nützlichkeiten dabei.
Die Ausläufe der Hunde waren bisher mit blauen Abdeckplanen bedeckt,
um die Tiere vor Regen und direkte Sonnenbestrahlung zu schützen. Da viele dieser Planen aber schon von Wind und Wetter sehr mitgenommen waren, mussten sie ersetzt werden. Wir
entschlossen uns für eine massivere Eindeckung mit Wellkunststoff. Dazu musste der Unterbau verstärkt werden, um dem Wind- und dem Schneedruck auf das Wellplastik zu widerstehen. Mein
Heimwerker-Tierfreund Helmut aus Wimpassing und ich machten uns an einigen Tagen an die Arbeit und lösten diese Aufgabe bei vielen Ausläufen zur Zufriedenheit. Man konnte
sehen, wie sich die Hunde unter dem Schutz zufrieden ausbreiteten.
Dass wir bei den Rückfahrten nach Österreich Hunde zu ihren neuen Besitzern oder zu Pflegestellen
mitnahmen, versteht sich von selbst. Die meisten der Pflegestellen und die neuen Besitzer fanden sich durch die gute Tierschutzarbeit unserer befreundeten Vereine in Wien, Nieder- und Oberösterreich. Die
Zusammenarbeit mit diesen Tierfreunden dient dem Wohl der Tiere!
Vielleicht hatte unsere jahrelange, unermüdliche Hilfe in Nitra eine
Vorbildwirkung auf Einheimische. Anfang Juli stellten Tierfreunde in Nitra, die Anschaffungskosten für einen Container bereit (3000,- Euro). Georgia und Fero ersuchten uns, wieder einen
schönen, gebrauchte Container bei der Firma Containex in Niederösterreich zu bestellen. Nun, darin haben wir schon Erfahrung und daher konnte Mitte August ein weiterer Container ins Tierheim
gebracht werden. Für die Transportkosten des LKW mit Kran kamen wir auf und sorgten auch für die reibungslose Abwicklung des Transports. Dieser Container dient, wie schon die im
vergangenen Dezember gelieferten, der Aufnahme von Welpen, bzw. kleinen erwachsenen Hunde.
Vielleicht können wir mit Ihrer Hilfe, neben dem unbedingt notwendigen Futter, auch wieder einen
„österreichischen“ Container den Tieren in Nitra zur Verfügung stellen. Es wäre schön!
Danke im Namen des Nitrateams
März bis Mai 2008
Stellen Sie sich vor, Sie haben 200 Hunde und 100 Katzen zu verpflegen. Wie viel Futter benötigen die vielen Tiere? Wie lange brauchen Sie um die Räumlichkeiten
und Ausläufe sauber zu bekommen? Wie viel Freigang und Streicheleinheiten brauchen die Tiere? Nun, diese Fragen stellen sich täglich unseren Freunden im Tierheim in Nitra.
200 Hunde fressen täglich gut 60 kg Trockenfutter, bei Dosen- oder Frischfutter ist es entsprechend mehr. Wobei unter Frischfutter nur die Zehen und die Köpfe von Hühnern
zu verstehen sind. Die Katzen benötigen ca. 20kg Futter pro Tag. Um die Station sauber zu bekommen arbeiten unsere Freunde meistens bis 1 Uhr nachts. Unter sehr schlechten
Bedingungen. Tagsüber sind oft Fahrten zum Tierarzt, Fahrten um ausgesetzte Tiere zu bergen, Baumaterial bzw. verschiedenes Anderes zu holen am Programm. Jeden Tag,
Sommer und Winter. Was unsere Tierfreunde leisten, würde kaum einer von uns auf sich nehmen.
Darum helfen wir den 4 Tierfreunden in Nitra und somit ihren Tieren mit voller Kraft.
In den vergangenen 3 Monaten brachten wir sehr große Mengen an Futter, viele Decken für die Tiere und viele Tücher zum Saubermachen in das Tierheim.
Bei jeder Fahrt, im Schnitt alle 3 Wochen, war unser Transporter immer voll. Immer hunderte Kilo Futter. Da das aber nicht ausreicht, sind wir froh, dass auch noch weitere Tierfreunde genau so Futter nach Nitra
bringen wie wir.
Da im Frühling immer besonders viele Welpen abgegeben werden, finanzierten wir ein zusätzliches Holzhäuschen, um diese in sauberen
Verhältnissen unterbringen zu können. Viele der Ausläufe wurden frisch geschottert. Jetzt wird der Sonnenschutz erneuert. Es wird alles versucht
den Tieren den Aufenthalt im Tierheim einigermaßen angenehm zu machen.
Für manche ausgesetzte Tiere ist das Tierheim eine Erlösung von Qualen und Pein. Für Tiere, die schon
einmal bei einer Familie waren, ist ein Tierheim Stress pur! Der Stress durch die räumliche Enge, der mangelnde Kontakt zu Menschen, das bringt viele der Hunde durcheinander. Zum Glück befasst sich
die Tierpflegerin Eva relativ viel mit den Hunden und mindert so den Stress. Aber hinter Gitter ist hinter Gitter.
 Manche der Hunde verstecken sich in
den Häuschen, weil sie verschreckt sind, andere machen auf verschiedene Art auf sich aufmerksam. Anhand der beiden Fotos kann man sehen, wie Tiere, die sich nach menschlicher Nähe sehnen,
auf sich aufmerksam machen.
Daher sehen wir es als Notwendigkeit an, für die vielen Hunde gute Plätze bei lieben Familien suchen. Dabei arbeiten wir natürlich stark mit unseren befreundeten Vereinen und privaten
Personen zusammen. Auch Tierheime in Deutschland sind bereit, Tiere aus Nitra aufzunehmen. Die beiden Hunde auf den Bildern hatten schon das Glück, nach Österreich kommen zu können.
Viele von Ihnen, liebe Tierfreunde, haben einen Vierbeiner aus Nitra, durch uns oder unsere Freunde. Sie können daher bestätigen, wie
dankbar, brav und liebesbedürftig diese Hunde sind. Vielleicht wissen Sie jemanden, der einen vierbeinigen Hausgenossen sucht. Wir sind jederzeit bereit, zusammen mit dem Interessenten den richtigen Hund,
die richtige Katze zu finden. Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie an.
Die Zukunft:
Schon im vorigen Verein, als führender Mitarbeiter, habe ich immer auf einen weiteren Ausbau des Tierheims Nitra gedrängt. Vieles wurde
auch erreicht. Aber für eine Ausstattung, die einem ordentlichen Tierheim einigermaßen entspricht, reichte es damals nicht und reicht es auch heute mit unserem
Verein nicht. Aber es reicht nur dann nicht, wenn man die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten scheut!
In den vergangenen Monaten hatten wir die Gelegenheit zusammen mit den österreichischen
Vereinen, die in Nitra helfen, und deutschen Tierschutzpartnern einen Plan für dieses Vorhaben zu erstellen. Der Plan und dessen Durchführung nehmen konkrete Formen an. Zu Hilfe kommt, dass in
Nitra derzeit ein Bürgermeister im Amt ist, der dem Tierschutzgedanken sehr viel mehr zugetan ist, als der Vorige. Zusammen sollte es also gelingen, noch vor dem nächsten Winter aus dem jetzigen,
sehr einfachen Tierheim ein gutes Tierheim auf einem wesentlich vergrößerten Areal entstehen zu lassen! Wir wünschen es den Tieren und sind sicher, dass wir das, nicht zuletzt mit Ihrer Hilfe, schaffen.
Um Ihre Spenden für Nitra zuordnen zu können, ersuchen wir Sie bei Zahlungszweck „Nitra“ zu schreiben.
Patenschaften für die Nitratiere werden weiterhin ausschließlich für die Versorgung der Tiere verwendet!
Danke für Ihre Mithilfe, Franz Ludwig
6. März 2008
Für meine Nitrafahrt am 6. 3. musste ich wieder Katzenfutter in Dosen
kaufen, denn es war wieder zur Neige gegangen. Alle 4 Wochen ist Katzenfutterkauf angesagt. So wie immer kauften wir die kostengünstigen 800 Gramm Dosen von Multifit beim Fressnapf. Eine Woche vorher
bestellen wir für 200,- Euro das Futter und bekommen ob der Menge Rabatt. Diesmal wurden uns sechs 15 Kilo Säcke Hundefutter und viele kleine Katzenfutterschalen dazu geschenkt. Für dieses Entgegenkommen
möchten wir der Fressnapffiliale in der Stadionstrasse in Wiener Neustadt herzlich danken.
Natürlich war das nicht alles was ich
nach Nitra mitnahm. Hundefutter, Holzpellets zur Einstreu in die Katzentoiletten, viele Decken und Tücher, sowie Teppiche füllten den Transporter komplett an. Ein
mit allem Notwendigen angefüllter Transporter – das wiederholt sich alle 2 Wochen!
Alles wurde mit Freude aufgenommen. Mir wurde wieder vor Augen geführt, warum 60 Kilo Hundetrockenfutter pro Tag
benötigt werden. Denn die neu aufgenommenen Hunde sind meist sehr, sehr schlecht ernährt, besonders wenn sie aus Tötungsstationen kommen. Die fressen die ersten 5 Tage das Doppelte von
dem, was ein Hund gleicher Größe normal fressen kann!
Die Katzen im Auslauf genossen die
Sonne, während mir die Zeit, die ich im Tierheim verbringen konnte, wieder viel zu kurz wurde, um ausführliche Gespräche mit Georgia und Eva führen zu können. Mussten doch wieder Hunde
reisefertig gemacht werden, um sie zu tierlieben Menschen und Pflegefamilien zu bringen. Diesmal waren gleich 3 Hunde mit verletzten
Vorderpfoten dabei. Die werden von österreichischen, bzw. deutschen Tierärzten behandelt.
Eine Erkenntnis nehme ich jedes mal wieder mit: ohne unsere, das ist zugleich auch Ihre Hilfe,
könnten weder die Hunde noch die Katzen in Nitra überleben. Daher möchten wir Ihnen allen, die Sie unsere Hilfe in Nitra unterstützen, von ganzem Herzen danken.
Bitte unterstützen Sie die Tiere in Nitra weiterhin so toll.
Franz Ludwig
Samstag, 12. Jänner 2008
Heute war wieder eine Nitrafahrt angesagt. Schon in den Tagen zuvor war ich unterwegs um Futter, Pellets, Decken und vieles andere einzusammeln bzw. zu kaufen. Der Transporter war wieder einmal
„bumvoll“(beim Foto war schon ein Teil entladen). Diesmal begleiteten mich einige Tierfreunde mit eigenen Wagen von Wien nach Nitra. Da es meine
erste Fahrt im neuen Jahr war, musste ich an der Grenze eine neue Vignette für die slowakische Autobahn kaufen. Mit ca. 30 Euro nicht allzu teuer.
Was mir Heidi aus Oberösterreich schon unterwegs telefonisch ankündigte, sah ich dann in Nitra selber. Elf fast verhungerte und verdurstete kleinwüchsige Hunde waren in der
vergangenen Woche aufgenommen worden. Und von wo kamen diese erbarmungswürdigen Kreaturen???
Wieder einmal aus den Tötungsboxen vom Amtstierarzt in Nitra. Der hält in seinen ca. 5 Todes-Boxen große und kleine Hunde gemeinsam. Gefüttert
wird einmal am Tag und nur minimal. Das heißt, dass die größeren Tiere alles, die kleinen gar nichts bekommen. Wasser gibt es in einem Topf. Sollte dieser durch das
Gedränge zum Wasser umgeschüttet werden, dann gibt es für weitere 24 Stunden nichts mehr! Das kümmert aber niemanden, da es sich sowieso um Todeskanditaten handelt. Aber der Amtstierarzt
bekommt eine Prämie für jeden von der Straße aufgenommenen Hund! Es scheint als gäbe es in der Slowakei keine Pflicht für einen Tierarzt, ein Tier ohne Qual bis zu der Exekution zu halten.
Eva und Fero waren dort und haben die Tiere gegen Ersatz der Impfkosten!!!! übernommen. Das
Aufpäppeln wäre ja kein Problem, aber einige der Hunde waren verletzt. Einem fehlten am linken Hinterlauf zwei Zehen, eine ganz winzige Hündin hatte auf der Brust Bissverletzungen, andere waren
komplett vernachlässigt. Da diese Wunden in den nicht hygienischen Verhältnissen im Tierlager eher schlechter als besser werden würden, war Handeln angesagt. Aber das hatte schon Heidi getan. Für
neun der bedauernswerten Kleinen waren Fix- und Pflegeplätze gefunden. Sie durften am Nachmittag
mitfahren. Aber auch mit den mitgereisten Tierfreunden durften Hunde nach Österreich mitkommen. Ebenfalls zu Fix- bzw. Pflegeplätzen. Nur durch Zusammenarbeit unter Tierfreunden war es möglich, dass insgesamt
31 Hunde und eine Katze an diesem Samstag in eine gute Zukunft fahren durften. Von einigen der neuen Besitzer habe ich schon in den nächsten Tagen mails mit Bildern bekommen, die zeigen wie glücklich Mensch und
Tier sind!
Dieser Tag hat wieder einmal gezeigt wie lebensnotwendig gute Tiervermittlung und Zusammenarbeit ist. Sind doch während wir die Tiere reisefertig machten, wieder
3 Hunde von Mitarbeiterinnen einer Tötungsstation abgegeben worden. Da ist es völlig belanglos, dass mein (Arbeits-)Tag von 8:30 bis 23:15 gedauert hat und Heidi, die die
zweite Teilstrecke mit den Hunden fuhr, erst um 4:00 früh wieder zu Hause war.
Ich hoffe, dass bei meiner nächsten Fahrt nicht wieder so viele gequälte Hunde auf meine Hilfe warten.
Wenn Sie, liebe Tierfreunde, Hunde- und/oder Katzenfutter, Decken, Kratzbäume und ähnliches für die Nitratiere spenden möchten, dann nehmen wir es gerne entgegen.
Franz Ludwig
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