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Zuletzt aktualisiert:
28. 1. 2012

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Unsere Hilfe Sept. bis Dezember 2009

Nitra von September bis November:

Da in Nitra so viel fehlt, was den Tieren das Leben im Tierlager angenehm machen würde, haben wir, so wie in den Monaten zuvor, viel Futter, Brot und Decken, Tücher Pölster gebracht. Aber einige Unterschiede zu den vorangegangenen Monaten hatten wir doch in diesen 3 Monaten.

Der Erlös des Flohmarktes, sowie Ihre Spenden haben es möglich gemacht, dass wir einen der neuen Container mit integriertem Auslauf (3.870,-€) finanzieren konnten. Im Moment sind es 6 Container, in denen die Hunde in hygienischen Bedingungen leben können. So wie es das Gesetz vorschreibt und der Amtsarzt sehen will! Sechs gut isolierte Container für ca. 50 Hunde, die es daher im Winter warm haben werden.

Liebe Tierfreunde, Sie hätten sehen sollen, wie sich die Hunde gefreut haben, ein neues Zuhause beziehen zu dürfen. Hinein in den Container, wieder heraus in den feinen Riesel, wieder hinein….. Die Leiterin des Tierlagers, Georgia, war auch ganz gerührt, als sie das erste Mal die Reihe der 6 neuen Container sah. So schön und zweckmäßig waren die Hunde in den 12 Jahren seit Bestehen des Tierlagers noch nie untergebracht.

Aber die anderen ca. 150 Hunde müssen noch auf solche Unterkünfte warten. Aber wenn alles so kommt wie wir und unsere Freunde es sich vorstellen, werden noch in den folgenden Monaten weitere Container hinzukommen. Es wäre schön, wenn wieder einer von uns dabei wäre. Sie helfen sicher auch wieder mit?!

Den elektrischen Strom erhielt das Tierlager seit einigen Jahren vom angrenzenden Fernheizwerk. Der Leiter dieser Firma hatte ein Herz für die Tiere und stellte nie eine Rechnung für den verbrauchten Strom aus. So weit, so gut. Aber der ging im Sommer in Pension. Der Nachfolger hat offenbar kein Herz für Tiere und unterbrach sofort den Stromanschluss. Es dauerte bis Anfang November, bis ein eigener Stromanschluss durch die Elektrizitätsgesellschaft hergestellt war. Dazwischen musste ein Stromgenerator für Licht am Abend sorgen. Die Stromanschlusskosten inklusive 100m Kabel von 1.600,- Euro haben wir übernommen.

Einige Worte zum slowakischen Tierschutzgesetz und zu den Tötungsstationen. Für private Tierheime – private Tierlager – ist das Gesetz viel strenger als bei den Tötungsstationen, weil in den privaten Tierheimen die Tiere, die nicht vermittelt werden können bis an ihr Ende leben dürfen! In den Tötungsstationen, die in der Slowakei „Quarantänestationen“ heissen, werden abgegebene Hunde und Katzen maximal 28 Tage aufbewahrt. In dieser Zeit werden sie meist nur mangelhaft mit Futter und Wasser versorgt. Entsprechend schauen sie aus, wenn sie von unseren Freunden in Nitra gerettet = freigekauft werden!

Viele Slowaken wissen nicht, dass ihr in einer „Quarantänestation“ abgegebenes Tier getötet wird, wenn sich niemand findet, der es aufnimmt. Die Tötungsstationen verlangen Geld, wenn jemand ein Tier herausnehmen will. So kommt es, dass unsere Tierfreunde aus der Tierstation Nitra bezahlen müssen, wenn sie Tiere aus der Tötung herausholen! Für die Hunde, die herausgeholt werden, im Bild links, macht es aber keinen Unterschied, ob bezahlt werden muss oder nicht, Hauptsache sie behalten ihr Leben und mit etwas Glück kommen sie zu einer lieben Familie in Österreich.

Ich bin sicher, liebe Tierfreunde, Sie würden genau so wie unsere Freunde in Nitra oder ich nicht nein sagen, wenn Ihnen angeboten wird, Hunde oder Katzen zu retten. Daraus resultiert aber auch die große Zahl an Tieren in der Auffangstation. Aber mit Ihrer Hilfe können wir den Tieren Monat für Monat helfen und viele Kosten begleichen.

Dafür danken wir Ihnen sehr, sehr herzlich und bitten Sie uns auch im kommenden Jahr so großzügig weiter zu unterstützen.

Franz Ludwig