Unser Hilfsprojekt in Poligiros/Chalkidiki:
Ein kurzer Rückblick:
Rebecca Papadopoulou, eine Sportlehrerin, widmet seit 1999 ihr Leben den herrenlosen Tieren in ihrer Region. Auf ihrem eigenen Grundstück, 500 Höhenmeter über dem Golf von Kassandra,
nimmt sie Hunde und Katzen auf, um diese vor dem Gifttod zu bewahren. Ihren Beruf hat sie längst aufgegeben.
Ihr wird seit November 2000 geholfen. Als erstes durch den Kauf eines Zaunes um die Hunde sicher verwahren zu können. Der Verantwortliche dafür war Franz Ludwig, damals Projektbetreuer
der Tierhilfe-GSt, jetzt Obmann unseres Vereins. Danach kamen Holzhäuser, große Wasserbehälter, Vordächer, Unterstände für die beiden Pferde und 6 Esel dazu. Durchschnittlich beherbergt sie 50 Hunde, 40 Katzen
und die Pferde und Esel.
Viele ihrer Mitmenschen betrachten sie als Endlager für nicht mehr erwünschte Haustiere. Natürlich nimmt sie auch viele verletzte Tiere auf. Von Auto’s angefahrene, von
„Menschen“ durch Schläge und von Artgenossen mit Bissen verletzte.
Die meisten der Hunde und Katzen lässt sie kastrieren. Wiederaussetzen ist nicht ratsam, denn der Gifttod ist omnipräsent. Obwohl das Vergiften durch das griechische Tierschutzgesetz
verboten ist, wird gesagt, dass auch Offizielle Gift streuen.
Natürlich werden durch Rebecca Hunde und Katzen zu Familie vermittelt. Sonst wäre die Kapazität des Auffanglagers längst erschöpft und sie könnte keine Tiere mehr aufnehmen.
Anmerkung am Rande. Das Tierauffanglager, in dem Rebecca auch wohnt, hat KEINEN öffentlichen Wasser- und Stromanschluss! Im Winter und Frühjahr ermöglicht eine kleine Quelle die
Wasserversorgung. Im Sommer und Herbst ist diese trocken, hier muss sie dannWasser zukaufen.
Elektrizität wird durch eine Hybridanlage aus Windrad und Fotosolarzellen gewonnen.
Was benötigt Rebecca als nächstes am dringendsten? Neben Futter für die Hunde, Katzen, Esel und Pferde, zwei
zusätzliche Solarzellenmodule (12 Volt/ca.150 Watt), eine Blitzschutzanlage und einen sehr großen Abwasserbehälter (Senkgrube).
Franz Ludwig
Bilder zum Rückblick:
Rebecca Papadopoulou mit einem ihrer Schützlinge
2001: Dies war das erste Gehege, um die
Möglichkeit zu haben, ausgesetzte Hunde aufzunehmen und so vor dem Gifttod zu schützen.
Tierarzt Dr. Kostas rettet in letzter Sekunde eine Schäferhündin, die Gift gefressen hat. Sie lebt nun in seiner Obhut.
Ein Jahr nach dem relativ kleinen Gehege wurden ca. 4.500 m2 umzäunt. Damit konnte den Hunden, später auch den Pferden und Esel ein Aufenthalt mit großzügigen Ausläufen geboten werden.
Ausserdem bietet dieser Zaun einen Schutz gegen die Hunde der Schaf- und Ziegenhirten. Diese Hunde griffen in der Vergangenheit im Rudel kleinere Hunde von Rebecca an und verletzten oder
töteten sie.
Ende 2002 wurden zwei von
letztendlich vier Holzfertigteilhäuser aufgestellt. Diese Häuser wurden ursprünglich als Baubürohäuser bei deutschen Baufirmen verwendet. Sie waren relativ kostengünstig. Katzen, Welpen und kranke Hunde haben
damit erstmals eine geschützte Bleibe. Ebenso Rebecca, die in einem der Häuser wohnt. Wenn Helfer aus Österreich oder Deutschland kommen, haben auch sie ein Dach über dem Kopf.
Bei einem meiner jährlichen Besuche brachte ich einige hundert Kilo Hundefutter mit. Das bekam ich von der Kronenzeitung gespendet. Für Rebecca eine große
Unterstützung. Blacky musste das Futter ganz aus der Nähe betrachten. Bei diesen Besuchen kann man mit eigenen Augen sehen, was mit Spendengeldern alles gekauft, verbessert, gebaut wurde.
Strom wird mit diesen Solarzellen
erzeugt. Das funktioniert in der hellen Jahreszeit sehr gut, im Winter aber kaum. Da war es schon am frühen Abend, so um 19 Uhr, vorbei mit der Beleuchtung. Daher lies Rebecca noch ein Windrad installieren. Damit
verbesserte sich die Situation ein wenig, war aber noch immer keine befriedigende Lösung. Eine wesentliche Verbesserung wird die jetzt (Nov. 2007) durchgeführte
zusätzliche Installation eines weiteren Windrades bringen. Zusätzliche Solarzellenmodule würden eine sichere Stromversorgung garantieren. Die Akku’s sind dafür ausgelegt.
In diese Wassertanks fließt das Wasser
der kleinen Quelle. Je nach Niederschlagsmenge in Winter und Frühjahr liefert sie Wasser bis max. Juli. Danach muss Wasser gekauft und in die Tanks gepumpt werden. Fließwasser aus einer öffentlichen
Wasserleitung zu bekommen ist nicht realistisch. Zu weit liegt die Tierstation von der nächsten Stadt entfernt.
Im Laufe der Zeit wurden alle
Holzhäuser mit Ziegel gedeckt und Vordächer gebaut. Diese bieten nicht nur Schutz vor Regen sondern auch gegen die Sonnenhitze. Am Haus rechts sieht man einen komplett mit Gitter geschlossenen Katzenauslauf.
Diese Katzen genießen die frische Luft im Auslauf.
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