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Unsere Hilfe im Jahr 2008

 

Rebeccas Tierheim in Poligiros/Griechenland, Oktober und November 2008

Bei Rebecca ist die Situation der in Nitra sehr ähnlich. Sie hat zwar weniger Hunde und Katzen, dafür aber Huftiere, muss aber alle einen großen Teil des Jahres allein versorgen.

Leider kommt bei ihr ein Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung und an das öffentliche Stromnetz nicht in Frage. Die Lage des Tierheims ist zu weit von den Versorgungsnetzen entfernt.

Erschwerend kommt hinzu, wir haben es in den letzten Nachrichten geschrieben, dass die Quelle, die Rebeccas Tierheim mit dem notwendigen Wasser versorgt, aufgrund des niederschlagsarmen vergangenen Winters und des trockenen Sommers versiegt ist. Rebecca musste Wasser im Tankwagen kaufen. Da es jetzt im November doch einige Male geregnet hat, ist jetzt wenigstens genug Wasser für die Tiere in den Tanks. Wir wünschen Rebecca einen feuchten Winter, dass im nächsten Jahr die Quelle wieder Wasser liefert und auch aus dem Brunnen (160m tief) wieder Wasser entnommen werden kann.

Neben ca. 40 Hunden und 45 Katzen beherbergt Rebecca 12 Huftiere. Da auf ihrem Grundstück nicht genügend Grünfutter wächst, muss sie Heu kaufen. Wir halfen und helfen ihr dabei. So eine LKW-Ladung reicht für durchschnittlich 4 Wochen im Winter. Im Bild rechts sehen wir, dass es keinem der Pferde und Esel einfällt, sich wegen eines Fotos umzudrehen, wenn es Futter gibt. Der Lkw bringt aber das Heu nicht ganz bis auf das Grundstück von Rebecca. Beim Zustand des Zufahrtsgüterweges und bei der Last würde Schaden am Fahrwerk entstehen. So muss Rebecca die Heuballen mit ihrem Transporter die letzten 300 Meter selbst transportieren. Da verwundert es nicht, dass ihr Transporter des Öfteren seinen Geist aufgibt.

Rebecca schaffte es auch, viele Hunde und Katzen kastrieren und medizinisch versorgen zu lassen. Der eingezäunte Teil ihres Grundstückes ist ungleich größer als das in Nitra.
Ca. 9000 m2 stehen den Hunden und den Huftieren zur Verfügung. Trotzdem hat sie immer einige Hunde und Katzen bei sich im Haus, Das sind überwiegend Welpen, die man ihr bringt oder kranke Tiere, für die die freie Natur noch nicht geeignet ist.

Dass Rebecca es schafft all ihre Tiere zu versorgen zeigt sie uns jeden Tag. Aber sie hat einen Gegner, der es zuwege bringen kann, dass sie alles aufgeben muss. Im Februar werden es 3 Jahre, dass die Polizei zusammen mit Staatsanwaltschaft und Amtsveterinär in Rebeccas Tierheim stürmten, alles umdrehten und vieles mitnahmen. Seither schlummert das Verfahren!!! Nun aber flatterte ein Bescheid zu Rebecca, dass sie bis zu einem genannten Zeitpunkt eine ca. 7.000,- Euro Strafe zu bezahlen hat. Eine Strafe weil sie Medikamente in ihrem Haus hatte, die deutsche Tierärzte beim Kastrieren nicht verbraucht haben und für’s nächste Mal aufheben wollten. Das waren teilweise Medikamente, die in Griechenland nicht zugelassen sind. In Deutschland aber schon! Aber jetzt dürfen sowieso keine ausländischen Tierärzte mehr nach Griechenland helfen kommen. Sie würden verhaftet werden!! Griechenland ist Mitglied der EU!!!

Nur, die 7.000,- würden unsere Vereinskassa bei weitem überfordern. Ihr Anwalt wird wohl auch keinen Ausweg wissen. Vielleicht aber möchten Sie Rebecca helfen, dass wir wenigstens einen Teil dieses Betrages aufbringen.

Um meinen Bericht nicht vollkommen traurig zu schließen, kann ich Ihnen berichten, dass heuer 10 Hunde von Rebecca in Österreich ein gutes Zuhause gefunden haben. Einige Hunde kamen über Österreich nach Deutschland. Allen geht es sehr gut. Diese Hunde haben von den Griechen nichts mehr zu befürchten.

Wir wünschen Rebecca viel, viel Kraft und Glück für 2009. Wir werden sie weiterhin bei ihrer aufreibenden Arbeit für die Tiere unterstützen!

Um mitzuhelfen klicken Sie bitte HIER

Franz Ludwig und seine Helfer/innen.

 

 

 

Poligiros/Griechenland, Juni bis September 2008

Da es in den Sommermonaten auch nicht geregnet hat, gab es weiter nur Wasser, das mit dem Tank herbeigeschafft wurde. Das reichte gerade für die Tiere. Wasser zum Leben und Wohnen für Rebecca war keines vorhanden. Daher musste sich Rebecca um ein Ausweichquartier umschauen. Sie fand ein sehr günstig zu mietendes Haus. Die Tiere waren daher in diesem Sommer in der Nacht alleine. Das erste Mal seit vielen Jahren.

Wenn Rebecca dann am frühen Vormittag zum Tierlager kam, fand sie oft einen Hund am Zaun angebunden oder Welpen in einem Sack. Wieder mehr Tierleid im Tierlager. Zum Glück gibt es einige Urlauber, die als Flugpaten Hunde nach Deutschland mitnehmen. So können Hunde zu Pflegeplätzen vom Verein Tierhilfe Chalkidiki (Deutschland) gebracht werden, oder gleich zu Fixplätzen kommen. Nach Österreich konnten nur 7 Hunde kommen, fanden aber sehr gute Plätze. 2 Hunde blieben einstweilen bei den Pflegestellen, wo es ihnen sehr gut geht. Diese Vermittlung ist mehr als notwendig, denn sonst würde Rebeccas Tierlager schon längst wegen Überbelegung gesperrt sein. Das wäre das Aus für den Tierschutz im Bereich von Poligiros. Trotz aller Vermittlungen hat Rebecca für ca. 50 Hunde und ebenso viele Katzen zu sorgen.

Im Sommer gibt es im Tierlager für alle Tiere eine besondere Gefahr. Das sind die Schlangen. Kommt ihnen ein Hund nichts ahnend zu nahe, dann beissen sie sofort zu. Die Hunde werden zumeist in den Hals oder den Kopf gebissen. So der arme Ringo rechts im Bild. Sie finden ihn auch unter den Patenhunden. Die gebissenen Hunde werden von Rebecca behandelt und gesund gepflegt. Eine alte Eselin wurde auch Opfer eines Schlangenbisses. Sie überlebte den Schmerz, das Gift und den Schock nicht. Rebecca zögerte nicht und begrub sie.

Um Rebecca zu helfen, schickten wir ihr wieder Geld zum Ankauf von Futter für ihre Huftiere. Aber eben diese Huftiere benötigen einen weiteren Unterstand für die kommende kühle und vielleicht auch nasse Jahreszeit. Um diesen finanzieren zu können, bitten wir Sie dringend um Unterstützung.

 Danke im Namen von Rebecca und ihren Tieren.

 

 

Poligiros/Griechenland, März bis Mai 2008

Im Tierlager von Rebecca ist die Situation mit der Wasserversorgung sehr schlecht. Wie schon in unseren Märznachrichten erwähnt, liefert der Brunnen (160m tief!!) am Nachbargrundstück von Rebeccas Eltern kaum mehr Wasser. Wasser muss nun mit einem kleinen Tankwagen (500 Liter) kilometerweit hergefahren werden. Über schlechteste Schotter- und Sandgüterwege! Eine kleine Abhilfe könnten Regenfälle schaffen, denn das Regenwasser würde die bereitstehenden Tanks füllen, und so für einige Zeit eine Erleichterung bringen. Aber es regnet kaum! Eine Lösung würde vielleicht ein noch tieferer Brunnen sein. Nur würden die Kosten dafür unser derzeitiges Hilfsbudget bei weitem sprengen. Vielleicht findet sich aber ein potenter Spender/Sponsor? Bis dahin muss der Tankwagen bzw. Regen genügen.

Auch Rebecca’s Transporter gab den Geist auf. Er hat schon einige Jährchen auf dem Buckel und bei dem Zustand des Güterweges ist das keine Überraschung. Er muss repariert oder gegen einen anderen Gebrauchten ersetzt werden.

Positives: bei den Hunden haben wir für Impfungen, Entwurmungen, Test wegen südlicher Krankheiten, die Flugkosten, sowie für Futter die Kosten übernommen. Für die geretteten Esel und Pferde haben wir wieder Futter bezahlt. Aber auch für die Hufpflege des Pferdes kamen wir auf.

Auch positiv in den vergangenen 3 Monaten war, dass wir einige Rebeccahunde vermitteln konnten. Rebecca selbst brachte 3 junge und 4 erwachsene Hunde mit nach Wien. Mit einer Billigairline!

Alle kamen zu sehr tierlieben Menschen, mit Ausnahme der Hündin Selina.

Selina war äusserst scheu und ängstlich. Wie ein griechischer Straßenhund eben. Wir konnten ihr schon etwas das Vertrauen zu Menschen und Tieren zurückgeben. Trotzdem bleibt Selina noch bei uns.

Hunde, die noch scheuer und ängstlicher sind als Selina, hat Rebecca noch einige. Manche sind schon 2-3 Jahre bei ihr und lassen sich nicht berühren, obwohl Rebecca jeden Tag mit dem Futter kommt, mit ihnen spricht und sauber macht.

Wenn Sie unsere Hilfe bei Rebecca durch Spenden für die Erneuerung der Wasserversorgung unterstützen möchten, schreiben Sie bitte „Rebecca“ bei Zahlungszweck. der Überweisung

 

Danke, Franz Ludwig

 

November 2007 bis März 2008

Vom  November 2007 bis März 2008 konnten wir den Tieren bei Rebecca tatkräftig helfen. Für die Esel und die Pferde überwiesen wir, dank Ihrer Spenden und Patenschaften, einen schönen vierstelligen Betrag an Futtergeld.

Für die Hunde und Katzen konnten wir mit Hilfe von Tierfreundin Heidi in Oberösterreich und einer Tierfreundin in Deutschland mehr als 3.000 Kilogramm Futter bekommen. Das entspricht einem Wert von ca. 4.000,- Euro. Weitere Tierfreundinnen wussten eine griechische Spedition, die bereit war diese große Menge kostenlos bis nach Thessaloniki zu bringen. Daher möchten wir auch hier allen Beteiligten für diese bisher einmalige Hilfsaktion herzlich danken. Wir möchten wieder betonen, dass es auch im Tierschutz besser gemeinsam als einsam geht!

Von Thessaloniki brachte Rebecca all das Futter mit ihrem Transporter in mehreren Fahrten zu ihr ins Tierauffanglager. Dieses Futter für die Hunde und Katzen reicht für einige Monate.

Aber für die Huftiere muss weiter Futter zugekauft werden. Wir werden auch in den nächsten Monaten unseren Beitrag dazu leisten. In der warmen Jahreszeit können sowohl die Esel als auch die Pferde Grünfutter vom eigenen Grund fressen. Aber ausreichend ist das nicht. Seit die Griechen wissen, dass Rebecca auch Esel und Pferde aufnimmt, bringen sie immer wieder weitere Tiere zu ihr. So auch vor einigen Monaten eine trächtige Eselin. Damals war noch nichts zu sehen. Aber im Jänner kam das Junge. Es schaut lieb aus, wie alles Junge, ist aber eine weitere Belastung. Das Eselkind ist mit seiner Mutter bei den Paten suchenden Tieren auf der letzten Seite abgebildet.

Leider werden auch sehr oft verletzte und misshandelte Hunde und Katzen abgegeben. Denen verhelfen Rebecca und ihre Tierärztin wieder zu einem gesunden Leben. Wäre Rebecca nicht für den Tierschutz tätig, würden viele, viele der ausgesetzten Tiere qualvoll verenden. Für diesen Einsatz danken wir Rebecca von ganzem Herzen und sichern ihr unsere weitere Unterstützung zu.

Es gibt aber noch weitere Schwierigkeiten in Rebecca’s Tierstation. Bedingt durch die Trockenheit im vergangenen Jahr fließt noch immer kein Wasser aus der Quelle, die sonst von Anfang jeden Jahres bis in den Frühsommer für Wasser sorgte. Scheinbar ist der Berg innen so ausgetrocknet, dass erst lange und ergiebige Niederschläge es schaffen können, ihn wieder mit Feuchtigkeit zu füllen. Der Brunnen am Nachbargrundstück ihrer Eltern ist schon 160 Meter tief, liefert aber auch nicht mehr so viel Wasser wie früher. Es scheint so, als wenn noch große Anstrengungen auf uns und Rebecca warten. Aber schaffen werden wir es.

Wenn Sie Rebecca unterstützen wollen, bitte bei Zahlungszweck Rebecca schreiben.
Danke