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28. 1. 2012

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Vereinsnachrichten September 2009

Vereinsnachrichten  September 2009

Liebe Tierfreunde!

Auch diesmal möchten wir Ihnen unseren herzlichsten Dank für Ihre Mithilfe aussprechen. Ob Sie den Tieren mit einer Sachspende oder Geldüberweisung, ob Patenschaft oder ob Sie mithelfen, dass die Spendenbüchsen, wie z. B. in einer Videothek in Leobersdorf, sehr schnell voll werden, das alles kommt ausnahmslos den Tieren zugute! Hervorheben möchten wir die Hunde- und Katzenfutterspenden von 2 Wiener Familien, die unseren Transporter fast zur Gänze anfüllten.   Danke, danke, danke!

 

 

Nitra, von Anfang Mai bis Ende August:

 Natürlich war unsere Haupttätigkeit wieder das Versorgen der vielen Hunde und Katzen mit Futter und allem was zum Leben notwendig ist. So fuhren wir oft im Wochentakt nach Nitra, um all die vielen Sachspenden, vor allem die mehrere hundert Kilo altes Brot der Bäckerei Statzinger, das mit dem Fertigfutter vermischt den Hunden gegeben wird, sowie mehrere tausend Kilo gekauften Futters hin zu bringen.

Im Juli hatten wir einen Besprechungstermin beim Bürgermeister von Nitra. Um es gleich vorweg zu nehmen, konkrete Hilfe durch die Gemeinde brauchen sich Georgia und ihre Helfer/innen nicht erwarten. Für Ende August war eine Abstimmung im Gemeinderat anberaumt, ob das dem Tierheim vorgelagerte, unbenützte Grundstück auch zur Verwendung für das Tierheim umgewidmet werden soll oder nicht. Die Entscheidung war bei Erstellen dieses Berichtes noch nicht bekannt.

In vergangenen Monaten wurde uns aber auch wieder bewusst, wie abgenutzt die Hütten der Hunde teilweise schon sind. Da diese Hütten aus Holz bestehen, sind sie teilweise schon durchgeknabbert, aber auf alle Fälle innen sehr verschmutzt. Da dies allen Hygienevorschriften widerspricht, müssen neue, leicht zu reinigende Unterkünfte angeschafft werden. Wir standen vor der Entscheidung ob wir relativ billige aber nicht isolierte „Hütten“ kaufen sollten, oder vielleicht doch die teureren, aber gut isolierten Wohncontainer.

Die Entscheidung fiel auf die Wohncontainer aus folgenden Gründen: Sie sind völlig aus Metall gebaut und das garantiert, dass sich keine Mäuse oder Ratten durchbeissen können. Die gute Isolierung der Wände, des Bodens und der Decke verhindert auch bei tiefen Temperaturen im Winter das Einfrieren des Trinkwassers im Container. Das war bis jetzt in den Holzhütten das große Problem, denn in spätestens 2 Stunden nach Auffüllen der Trinknäpfe mit Wasser war dieses wieder gefroren, was ein Trinken unmöglicht machte. Das ist aber bei Trockenfutterfütterung notwendig, um eine ordentliche Verdauung zu gewährleisten. Weiters sind diese Container mit einer äußerst widerstandsfähigen Bodenbeschichtung und einer Verblechung der Innenwände ausgestattet – siehe Bild links. Dies alles um gegen Kratzen und Beissen resistent zu sein. Dass die Containerfirma auch einen Zaun für einen Auslauf dazuliefert ist ein weiterer Pluspunkt.

Bei dieser Unterbringung der Hunde ist sicher auch der örtliche Amtstierarzt zufrieden, der schon einige Male eine Verbesserung der Hygiene urgiert hat.

Viele von Ihnen werden jetzt fragen, ob auch die Unterkünfte der vielen Katzen erneuert werden müssen. Nein, denn die Katzen sind schon seit einigen Jahren in der glücklichen Lage in Wohncontainern (Bild links) leben zu können.

 

Nun, am Mittwoch den 26. 8. war es soweit. Da wurden 2 neue Container von der Erzeugerfirma in der Slowakei geliefert. Am Freitag darauf wurden sie an die vorgesehenen Stellen gebracht. Diese beiden Container wurden nicht von uns finanziert. Wir haben vor einen der Nächsten zu finanzieren. Da uns noch etwas Geld fehlt, ersuchen wir Sie herzlich uns dabei zu unterstützen. Alle Spender/innen, die 30 Euro oder mehr für dieses Vorhaben spenden, werden in einer Spendertafel, die am Container angebracht wird, aufgelistet. Bitte bei Zahlungszweck „Nitra-Container“ schreiben.

 

Herzlichen Dank im Voraus, Franz Ludwig für die Hunde in Nitra.

 

Flohmärkte:

Weil unser 1. Flohmarkt Ende Mai 2009 so großen Anklang fand,

 veranstalten wir am Freitag den 25. Sept. von 9 bis 18 Uhr
und Samstag den 26. Sept. 2009 von 9 bis 17 Uhr
unseren 2. großen Flohmarkt.

Er wird wieder im Volksheim in Enzesfeld stattfinden.

 

Die Adresse ist: 2551 Enzesfeld, Platz der Menschenrechte 8. Mit dem Auto erreichen Sie Enzesfeld über die Abfahrt Leobersdorf.
Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof Enzesfeld sind es nur wenige Gehminuten bis zum Volksheim!

Auch diesmal gibt es eine breite Palette von schönen Waren und ein kleines, aber gutes Büffet!

 

Das war unser 1. Flohmarkt:

Nach dem Öffnen am Freitag um 9 Uhr war der Andrang am größten. Jeder wollte die schönsten und besten Schnäppchen ergattern. Da Freitag das Wetter schön war, kamen den ganzen Tag bis 18 Uhr viele Tierfreunde um vieles von unseren schönen Waren zu erstehen und um mit uns über Tiere und den Tierschutz zu plaudern. Viele der Besucher waren uns schon von früher bekannt, oder kannten uns weil sie aus der näheren Umgebung kamen. Es war wirklich eine Freude, zu erleben, wie viele Tierfreunde den Flohmarkt besuchten. Der Freitag war ein Supertag.

Am Samstag öffneten wir wieder um 9 Uhr, diesmal aber bei strömenden Regen. Trotzdem fanden Tierfreunde zu uns. Bei weitem nicht so viele wie am Freitag, aber doch. Wir hatten noch viel von den Sachen, die uns deutsche Tierfreunde gespendet haben. Und sie fanden wieder regen Zuspruch, wie schon am Freitag auch. Der Besuch plätscherte so dahin und wir hatten genügend Zeit um mit den Tierfreunden zu sprechen. Auch das kleine Buffet war sehr begehrt. Am Nachmittag war der Besuch besser, denn da schien wieder die Sonne. Um 17 Uhr war dann Schluss und wir begannen unverzüglich mit dem Verpacken der übrig gebliebenen Ware. Um 20 Uhr war auch dies erledigt und wir konnten zufrieden nach Hause fahren.

Wir danken allen, die uns besucht haben und würden uns freuen, Sie am 25. oder 26. 9. wieder zu sehen!

 

Weinviertel:

Für die vielen herrenlosen Katzen im Weinviertel in Niederösterreich kauften wir wieder viel Katzenfutter, das wir an Frau Stummer bei unseren Nitrafahrten in Hainburg übergaben. Damit kann sie diesen Katzen das Überleben sichern. Wenn aber die Landbevölkerung, die einer unkontrollierten Vermehrung der Katzen tatenlos, bzw. gleichgültig zusieht, nicht umdenkt, wird das Katzenleid immer größer. Eine Kastrationspflicht für Bauernkatzen und Katzen im Privatbesitz wäre die Lösung der Katzenschwemme, wie sie heuer im Sommer war.

 

 

 

 

Poligiros, Rebecca:

Im Bild links sehen wir Rebecca mit einem Teil ihrer Esel. Derzeit sind es 6 Tiere. Wie wir sehen bekommt Rebecca vom Bäcker wenigstens zeitweise Brot für die Tiere. Wir schicken regelmäßig Geld für Heu, das zugekauft werden muss.

Durch die Esel bekommt Rebeccas „animalfarm“ direkt einen bäuerlichen Charakter.

Aber die Hunde sind nach wie vor in der Überzahl. Ca. 60 Hunde leben derzeit bei Rebecca. Da auch hier die Hunde unterfordert sind, geht manches kaputt. So auch die Hundehütten und Unterstände. Natürlich trägt auch die kräftige griechische Sonne Schuld an manchen Schäden.

Ein Großteil der Hütten müssen auch hier erneuert werden. Aber hier sind die Umstände anders als in Nitra. Die griechischen Winter sind nicht zu vergleichen mit denen in Mitteleuropa. Es friert auch hier in Rebeccas Tierlager, aber nur für wenige Tage im Jahr. Daher brauchen Hütten keine großartige Isolierung. Wasser- und winddichte Wände und Dach sind notwendig. Das Dach etwas vorspringend, damit die Hunde im Sommer einen Schatten vorfinden. Aber auch einfache Hütten kosten Geld. Einen Teil der Kosten dafür haben wir schon an Rebecca überwiesen. Bitte helfen Sie uns, dass wir vor dem Winter auch hier entsprechend helfen können.

Wenn Sie „Rebecca Hundhütten“ bei Zahlungszweck schreiben, führen wir Ihre Spende diesem Vorhaben zu.

 Danke im Namen von Rebecca

 

 

Tiervermittlung:

 Neben all den oben angeführten Unterstützungen vermitteln wir auch gerne Hunde oder Katzen an tierliebe Familien, die sich bewusst sind, dass die Aufnahme eines Tieres eine große Umstellung in einen bisher tierlosen Haushalt bringt. Die Aufnahme eines Tieres bedeutet Verantwortung für viele Jahre. Wir legen großes Augenmerk darauf, dass ein vermittelter Hund nicht den ganzen Tag alleine sein muss, weil die neuen Besitzer zum Beispiel berufstätig sind. Wir erwarten von den neuen Besitzern, dass sie das Tier regelmäßig impfen lassen und auch bei gesundheitlichen Problemen den Tierarzt zu Rate ziehen. In langen Telefonaten klären und besprechen wir vieles vor der Vermittlung. Wenn wir es für notwendig erachten, machen wir eine Vorkontrolle bei den Interessenten.

Die allermeisten Tierfreunde halten es für gut, dass wir den Tieren aus dem Ausland zu einem neuen Leben in Sicherheit bei österreichischen oder deutschen Familien verhelfen. Manchmal werden wir aber auch gefragt, warum wir Tiere aus Griechenland oder der Slowakei herbringen. Da müssen wir erklären, dass die von der Straße aufgelesenen Tiere, die dann in Auffanglagern wenigstens nicht mehr um ihr Leben zittern müssen, fast keine Chance auf gute Vermittlung im eigenen Land haben. Wir müssen erklären, dass es in Osteuropa und im gesamten Mittelmeerraum Tötungsstationen gibt, wo die Hunde und Katzen eine Frist bis zur Tötung von max. 4 Wochen haben. Dass sie in dieser Zeit kaum gefüttert und mit Wasser versorgt werden, weil sie sowieso getötet werden. Dass deshalb Kannibalismus an der Tagesordnung ist. Dass die Tötungen an sich mit abscheulichen Mitteln durchgeführt werden. Dass es in Griechenland keine Tötungsstationen gibt, aber die auf die Straße geworfenen Tiere umso grausamer zu Tode gebracht werden. Dass es Menschen gibt, die die armen Kreaturen aufnehmen, sie aufpäppeln, medizinisch versorgen und chippen lassen und dann hoffen, dass die Tiere mit unserer Hilfe ein neues Leben in Liebe und Geborgenheit finden, wie das Kätzchen links und der Hund rechts.

Bitte verzeihen Sie mir, liebe Tierfreunde, wenn ich die Not der Tiere in so drastischen aber zutreffenden Worten niedergeschrieben habe, aber ich musste mir dieses Thema von der Seele schreiben. Am Beginn meiner Tierschutztätigkeit habe ich auch geglaubt, dass mit Kastrationen vor Ort alles Tierleid behoben ist. Aber die Unvernunft und die Gleichgültigkeit der Menschen macht alles zunichte. Daher gehört für mich und meine Helfer/innen Tiervermittlung zum Tierschutz!

Wenn Sie liebe Leser sicher sind einem Hund oder einer Katze (oder auch mehreren) ein gutes Zuhause geben zu können oder jemand aus Ihrem Bekanntenkreis, so wenden Sie sich an uns. Unsere Tiervermittlung ist seriös und verantwortungsvoll, auch wenn es sich „nur“ um ausländische Tiere handelt.

Franz Ludwig

 

Nicht vergessen!
Flohmarkt 25. und 26. September in Enzesfeld!

 

Unsere Tierpaten von Mai  bis September 2009

 Die Hunde in Nitra und bei Rebecca fanden diesmal 34 Paten. 

        
Die Tiere danken Ihnen von Herzen