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Vereinsnachrichten Mai 2009

Vereinsnachrichten  Mai 2009

Liebe Tierfreunde!

In den vergangenen Wochen hat sich bei unseren Tierschutzprojekten so viel getan, dass wir Ihnen all diese Aktivitäten schnellstens mitteilen wollen. Daher haben wir diesmal keine 3 Monate vergehen lassen, um die neuen Vereinsnachrichten zu schreiben. Aber auch diesmal wieder möchten Ihnen wir unseren aufrichtigsten Dank für Ihre Hilfe aussprechen.

 

Flohmarkt:

Nach langem Suchen haben wir einen geeigneten Veranstaltungsort für unseren 1. Flohmarkt gefunden. Er ist in 2551 Enzesfeld in unmittelbarer Nähe zu Leobersdorf. Wir mieten den Saal im Volksheim (Ecke Wr. Neustädterstraße/Platz der Menschenrechte) am Freitag den 29. und Samstag, 30. Mai 2009. Am Freitag sind wir von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr für Sie da.

Wir haben viele Bücher, Schallplatten, CDs, Elektrogeräte, Hausrat und Krimskrams. Es erwartet Sie ein kleines Buffet. Sollten Sie sich bis dahin von schönen, guten Sachen trennen wollen, dann rufen Sie uns bitte an. Einiges können wir noch brauchen, für unseren 1. Flohmarkt! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Weinviertel, Frau Stummer schreibt uns:

Lieber Herr Ludwig,   ich bin heute extra die komplette Runde mit Futter gefahren, aber das unausgesprochene Abkommen scheint noch gültig zu sein: Mensch füttert, Katze kommt fressen wenn keiner mehr da ist.......Ausser die eine Gruppe Katzen, die nicht so scheu ist!

Momentan aktuell ist:

- Ollersdorf, zurückgelassene Tiere nach Trennung (4-5 Katzen)

- Tallesbrunn: privater Gnadenhof (ca. 10 Katzen, 3 Hunde)

- Tallesbrunn: aufgelassenes Reitergut (ca. 10 Katzen)

- Stripfing: Friedhof (3-4 Katzen)

- Stripfing: Bauernhof (ca. 15 Katzen)

- Markgrafneusiedl: privater Gnadenhof (ca. 25 Katzen, Hunde und etliche andere Tiere)

- Zistersdorf: nach Delogierung (3 Katzen, 2 Hunde)

- Mistelbach Kellergasse: alle 6 Wochen Futtergabe (ca. 30 Katzen)

- Pillichsdorf: 2-3 Katzenmütter mit Jungen, momentan nur Futterspende, dann Übernahme der Kastration

- Obersdorf: regelmäßige Futterspenden für 4 Katzen und 4 Hunde, darunter zwei verwaiste Hundewelpen - Mutter nach OP gestorben

- Groß Engersdorf: Zusage der Übernahme von 5 Babykatzen in 6 Wochen (wären sonst getötet worden) sowie Organisation der Übernahme der Kastrationskosten.

Alle Tiere, die regelmäßig zu den Futterplätzen kommen wurden bereits im Laufe der Zeit kastriert und markiert.

Was noch dazu kommt: ich nehme auch regelmäßig Futterspenden in meine neue Schule mit, es sind Chinchillas, Vögel, Katzen, Hunde und Ratten in diversen Haushalten zu versorgen. Mein Wirkungskreis hat sich somit - zwischen alter und neuer Schule - enorm vergrößert (Raum Wolkersdorf, Raum Matzen).

Danke nochmals für die fortwährende Unterstützung, sie stellt für mich eine große Erleichterung dar.

LG Ingrid Stummer

 

Nitra, das Fahrtenbuch von Mitte März bis Anfang Mai.

 Am Samstag den 14. 3. 2009 fuhren wir mit 2 Transportern von Felixdorf nach Nitra. In meinem war eine Palette Hundewurst (600kg zum halben Preis!) und im Transporter, den sich Helferin Nicki, auch aus Felixdorf, ausleihen konnte, waren all die Futter- (Bild rechts) und Deckenspenden, die sich im Laufe der vergangenen Woche angesammelt hatten. Es war wirklich viel.
Nachdem Hunde nach Deutschland gebracht werden mussten, fuhr Nicki anschließend nach Passau und dann wieder nach Felixdorf zurück. Ich hatte es besser. Ich brachte Hunde bis St. Pölten, wo sie in das Auto von Heidi umgeladen wurden und auch nach Passau fuhren.
Am Tag darauf, am Sonntag den 15. 3. brachte Nicki eine Transporterladung Futter, Decken und vieles mehr. Alles Spenden von den deutschen Tierfreunden, die die Hunde übernommen haben, zu mir nach Hause. Da ich meinen Transporter nicht 2 Wochen schwer beladen stehen lassen wollte, bunkerten wir das Alles unter meinem überdachten Autoabstellplatz.

 Am 25. 3. 2009 fuhr ich ausserplanmäßig nach Nitra, da ich wieder über Vermittlung von Herrn Jauck von der Firma Call-Trans 1 Palette Hundefutter und Katzenfutter gemischt (ca. 600 kg, wieder zum halben Preis!) bekam.
An diesem Tag konnte ich zum ersten Mal den neuen grünen Container mit 30 m³ Fassungsraum für die Abfallentsorgung sehen. Der Container wurde in der Slowakei gefertigt. Er hat ein mehr als vierfaches Aufnahmevolumen wie die bisher verwendeten kleinen Abfallcontainer (links). Der Preis für die Entsorgung dieser großen Menge Mülls ist aber nur das 1,8 fache wie für die des kleinen Containers (Bild links). Daher sind die Anschaffungskosten von 3090,- Euro nach 6 Entleerungen egalisiert. Diese 3090,- Euro wurden bis auf 500 Euro, die von einem anderen Verein beigesteuert wurden, von uns bezahlt. Das taten wir gerne, trägt es doch massiv zur Senkung der laufenden Kosten bei!

Schon am 28. 3. war mein Transporter wieder "bummvoll". Ich brachte die Spenden von den deutschen Tierfreunden, die mir Nicki nach dem großen Hundetransport ins Haus gebracht hatte und noch einiges dazu, nach Nitra.
Das war aber nicht das Bemerkenswerte vom Tag. Diesmal gingen mir besonders viele Hunde zu. Auf meinem Rundgang durchs Lager begleiteten mich immer 2-3 Hunde. Mit stupsen und knappern an den Fingern forderten sie mich ständig auf, sie zu streicheln. Auch in den Ausläufen kamen Hunde, die ich sonst gar nicht registriert hätte zum Gitter um mich zu spüren.

Wo ich sonst nie hingehe, nämlich zum alten Zigeunerwagen, ging ich diesmal hin. Es war viel ruhiger als sonst. Sonst waren immer einer oder zwei, die extrem wild herausbellten und gar nicht freundlich wirkten. Diesmal nicht. Man sieht ja relativ schlecht hinein. Doch ich sah in ein neues Gesicht. Ein irischer Wolfshund(mix??) war da. Und er drückte sich ganz ans Gitter zu mir. Mein Streicheln des Kopfes und Halses genoss er sosehr, dass er meine Hand ans Gitter drückte, sodass ich Schwierigkeiten hatte weiter zu kraulen. Hörte ich auf, so streckte er gleich seine Pfote durchs Gitter, dass ich weitermachen sollte. Alle anderen Hunde waren völlig ruhig. Einer kam dann auch noch um Streicheleinheiten. Es war Oblelix, der Schnauzermischling. Manchmal denke ich, ist der nicht auch ein Verschnitt eines irischen Wolfshundes? Jedenfalls, die beiden haben mich extrem berührt. Eva sagte mir heute, dass der graue irische Wolfshund erst am Freitag, also einen Tag bevor ich ihn bemerkte, gekommen war. Er hatte das Glück, dass sich nach diesem Bericht von mir, in Deutschland Interessenten meldeten, die ihn am 4. 4. beim nächsten Transport aufnahmen. 

Am Mittwoch 1. 4. kauften wir zu noch günstigeren Konditionen 2 Paletten Hundefutter (1200 kg). Für den Transport dieser großen Menge durften wir uns wieder einen großen Transporter (Opel Movano, Bild links) von der Fa. Auto-Ebner in Felixdorf gratis ausleihen. Auch in diesem Bericht möchten wir uns herzlich für das Entgegenkommen von Herrn Ebner jun. bedanken. Von Wiener Neudorf, wo ich das Futter übernahm, fuhr ich um 10 Uhr direkt nach Nitra, wo sich alle über diese große Menge Futter freuten. Um 17 Uhr konnte ich den Opel Movano in Felixdorf bei Fa. Ebner wieder zurückgeben.

Von 14. 3. bis heute 1.4. kamen somit mehr als 2600 kg gutes Futter, großteils für die Hunde, nach Nitra! 

Am Samstag 4. 4. war, wie schon erwähnt, wieder ein Hundetransport nach Deutschland anberaumt. Diesmal war ich an der Reihe mit den Hunden nach Passau zu fahren. Zu meinem Glück fuhr aber mein Tierschutzfreund Helmut mit meinem Transporter die Strecke nach Nitra und zurück. Er war dann am Nachmittag wieder in Niederösterreich, wo ich den Wagen übernahm um die Hunde an ihr Ziel zu bringen. Mit dabei war auch der Irische Wolfshund - Mischling. Um 21 Uhr war ich in Passau und um 3 Uhr früh zu Hause in Felixdorf. 

Am Freitag den 10. 4. war ich wieder in Nitra, weil abermals viele Spenden an Futter und Decken bei mir abgegeben wurden. Da ich diesmal weder nach St. Pölten noch nach Passau fahren musste, hatte ich Zeit mich ein wenig um die armen Tiere im Tierlager zu kümmern.
Ich ging zu verschiedenen Hunden in den Auslauf. Auch zu einem kleineren Schäfermischling, der erst kurz da war. Der hat mich sehr gerührt. Ich war bei ihm im Auslauf und habe ihn gestreichelt. Anfänglich war er nicht ganz sicher, ob ich es auch gut mit ihm meine. Dann hat er das Streicheln genossen. Zum fotografieren kam ich auch, am besten wenn andere Hunde zum Gitter kamen und er sich diesen widmete. Meistens hockerlte ich, um ihn besser kraulen zu können, Nach einer Weile überlegte ich, dass ich jetzt gehen werde. Da legte er plötzlich seine Pfote auf meinen Oberschenkel, als wenn er meine Gedanken hätte lesen können! Ich kraulte ihn weiter. Dann legte er auch den 2. Fuß auf meinen Oberschenkel. Er hat mich gebeten zu bleiben. Ich blieb noch einige Zeit, dann ging ich und er heulte. Am rechten Hinterbein hat er Verletzungen - Kratzer - die aber am verheilen sind. Aber manchmal tritt er mit diesem Fuß nicht auf! Auch er wird hoffentlich in Kürze nach Österreich kommen, wo sich ein Tierarzt sein Bein anschauen wird.
Auch mit Georgia, Fero und Eva konnte ich einiges besprechen. So zum Beispiel, ob sich im Stadtrat schon etwas getan hat in Richtung einer Unterstützung des Tierlagers. Da musste ich erfahren, dass der Bürgermeister auf großen Widerstand bei seinen Gemeinderatsmitgliedern stößt, wenn er dieses Thema anschneidet. Bezahlt doch die Stadt Nitra an einen Tierarzt, über den ich schon einige Male berichtet habe, für jeden Hund, den er von der Straße, oder von Personen aufnimmt ca. 50,- Euro. Der Tierarzt macht aber nicht viele Umstände und bringt die Hunde nach 3 Wochen um. Damit ist das Problem für die Stadt gelöst! Wir können im gesamten ehemaligen Ostblock, aber auch im Süden, von Griechenland bis Spanien, dieselbe widerliche Gesinnung gegenüber den Tieren sehen. Es bleibt den Tierschützern und den Tierfreunden überlassen, Tiere vor dem Tod zu bewahren. Das ist traurig aber die Realität. Gäbe es uns nicht, und auch nicht die vielen anderen Tierfreunde, das Gemetzel unter den verstoßenen Hunden und Katzen wäre noch viel größer. Darum freut es uns so sehr, dass Sie, liebe Tierfreunde, uns so super unterstützen, um Tierleben zu schützen.  

Am Mittwoch den 29. 4. fuhr ich das nächste Mal nach Nitra. Diesmal wieder mit einer 600 kg Palette Hundefutter. In Nitra dieselbe Situation wie immer, viel zu viele Hunde. Aber einer durfte mitkommen. Gino, der Liebling von Georgias Schülerinnen. Ja, manche der Kinder im Alter von ca. 13 Jahren kommen regelmäßig ins Tierlager um mit Hunden spazieren zu gehen. Dabei lernen die Hunde natürlich auch, dass es auch liebe junge Menschen gibt. Gino war einer davon. Er fand den Glauben an das Gute im Menschen durch diese lieben jungen Mädchen. Und die trauerten jetzt um ihn. Ich tröstete sie, indem ich ihnen auf Englisch erklärte, dass Gino zu einer lieben Familie mit Haus und Garten in der Nähe von Wien kommt, dass immer wer für ihn da ist und er es schön haben wird in seinem weiteren Leben. Es war natürlich nur ein schwacher Trost, aber sie verstanden schon was ich ausdrücken wollte.  Das Bemerkenswerte dabei ist, dass ich sehen konnte, dass Tierfreundinnen wie Georgia durch ihren Lehrberuf in der Lage sind, neue Generationen für den fairen, verständnisvollen Umgang mit unseren vierbeinigen Freunden zu gewinnen. Lässt uns das nicht etwas hoffnungsvoller in die Zukunft blicken?? 

Am Samstag den 2. 5 war ich schon wieder in Nitra. Diesmal mit viel Katzenfutter und noch mehr Pellets (450kg) als Katzeneinstreu. In Nitra und Umgebung gab es in diesen Wochen keine Pellets. Auch viel Brot von Bäckereien (z. B. Fa. Statzinger in Lichtenwörth) brachte ich mit. Das ist für die meisten Hunde ein echter Leckerbissen zur Abwechslung. Das Rudel (ca. 30 Hunde) stand um mich herum und große und kleine, alte und junge Hunde warteten geduldig bis ich jeden von ihnen ein Stückchen abgebrochenes, halbhartes Brot gab. Ich gebe schon zu, dass es nicht immer so friedlich zugeht, aber diesmal war es wie im Paradies. Aber das Wesentliche war das viele Katzenfutter an diesem Tag.

All diese Aktivitäten der vergangenen Wochen haben unser Konto stark belastet, daher ersuchen wir Sie dringend uns und somit den Nitratieren weiterhin so toll wie bisher zu helfen.

                                                 Danke! F. Ludwig

 

 

Rebecca, März – April

Nach wie vor haben die griechischen Behörden keine Entscheidung getroffen, wie und vor allem wann das zu Unrecht konfiszierte Grundstück von Rebecca zurück in Eigentum übertragen werden soll.
Die Behörden agieren mit gleicher Langsamkeit. mit der sie es Rebecca bescheinigten, dass sie keine Schuldnerin ist.
Rebecca kümmert sich trotzdem mit gleicher Hingabe wie immer um eine Hundeschar von 60 Hunden und eine ebenso große Anzahl von Katzen.

Darüber hinaus hat Rebecca wieder eine Kastrationsaktion gestartet, um die Vermehrung der Straßenhunde und der herrenlosen Katzen einzudämmen. Jetzt ist die Zeit in der man verhindern kann, dass die Herbsthundchen gezeugt werden. Daher fand diese Kastrationsaktion in der 2. Aprilhälfte statt. Mit viel Erfahrung und Geduld fing Rebecca die herrenlosen Hunde in ihrer Umgebung ein und brachte sie zu den Tierärzten. Von Katzen, die viel schlauer sind als Hunde konnten nur 5 eingefangen werden. Die anderen waren weg, als sie sahen, was da passiert! Mitteleuropäische Tierärzte führten die Kastrationen auf einem Privatgrundstück einer Tierfreundin (nicht bei Rebecca!) durch, untersuchten die Tiere und behandelten sie auch gleich, wenn notwendig und medizinisch machbar. Es wurden ca. 75 Hunde und 5 Katzen kastriert. An den Kosten haben wir uns kräftig beteiligt.
Rebecca erzählte mir am Telefon, dass die Operationen so schonend durchgeführt und entsprechende Medikamente gegeben wurden, so dass die Tiere nach dem Aufwachen nahezu schmerzfrei waren. So wie wir es von unseren Ärzten bei Operationen an unseren eigenen Tieren gewohnt sind. Leider wird dies bei griechischen Tierärzten oft nicht in gleicher Weise durchgeführt!

Jetzt gibt es auf Rebeccas „staatlichem“ Grundstück wieder Gras, das die Esel und Mulis fressen. Trotzdem muss zugefüttert werden, da es nicht ausreicht. Wir sorgen dafür!

In den vergangenen Monaten hat es leider wieder so wenig geregnet, dass die Quelle noch immer kein Wasser gibt. Rebecca muss es weiter im Tankwagen kaufen.

Bitte helfen Sie uns Rebecca zu helfen.

Danke sagt Franz Ludwig

 

Unsere Tierpaten von März  bis Anfang Mai 2009

Die Hunde in Nitra und bei Rebecca fanden diesmal 14 Paten.         

Die Tiere danken Ihnen von Herzen