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31. 8. 2010

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Dezember 2008 - März 2009

Vereinsnachrichten  März 2009

Liebe Tierfreunde!

Auch diesmal wieder herzlichen Dank an alle Spender für Ihre tolle Mithilfe. Wie es unseren Tierfreunden/innen vor Ort im Winter ergangen ist finden Sie in den folgenden Berichten.

Nitra, Dezember 2008 bis März 2009

Gerade im Winter ist eine gute Futterversorgung der Hunde und Katzen besonders wichtig. Daher fuhren wir hin und wieder mit zwei Transportern nach Nitra. So war es Mitte Dezember, als wir wieder über Vermittlung der Firma Call-Trans Futter sehr günstig palettenweise bekamen. 3 Paletten waren es damals. Von der Firma Opel-Ebner in Felixdorf bekamen wir tierfreundlicher Weise einen entsprechend großen Transporter für einen Tag gratis geliehen. Herzlichen Dank sagen wir auch hier der Firma Ebner. Da konnten wir 2 Paletten laden und in unserem Transporter die Dritte. Damit wurden an einem Tag ca. 1.800 kg Futter nach Nitra gebracht.

 

 

 

 

Aber auch bei all den anderen 14-tägigen Fahrten war unser Transporter immer randvoll. Bei der Firma Fressnapf in Wiener Neustadt kauften wir mehr als tausend Kilo Hundefutter und einige hundert Kilo Katzenfutter, jeweils im Sonderangebot. Dazu kam noch sehr viel Futter, das von Tierfreunden gespendet wurde. Ebenso brachten uns Tierfreunde jede Menge Decken, Tücher und Polster. Auch ihnen allerherzlichsten Dank. Diese Decken sind im Winter extrem wichtig, um den Tieren ein warmes Lager zu geben. Holzpellets als Einstreu ins Katzenklo waren natürlich auch dabei.

 

 

Ich glaube wir dürfen voll Stolz sagen, dass wir wieder einen großen Beitrag zum Überleben der Tiere in Nitra geleistet haben. Natürlich, Dank Ihrer Unterstützung.

 

 

Da aber ununterbrochen Tiere im Tierlager abgegeben werden und noch mehr aus den Tötungsstationen freigekauft werden, muss auch etwas für die Reduzierung der Anzahl getan werden.

Bei meiner Fahrt nach Nitra am 14. 3. klagte Eva, dass derzeit so viele Hunde wie noch nie in Nitra leben. Aber nicht deswegen, weil die Weibchen nacheinander Junge bekämen, nein, diese sind alle kastriert, sondern weil sich sehr viele Slowaken ihrer Hunde auf grausame Weise entledigen.

Hier einige Beispiele:

Fero wird angerufen weil ein Jutesack unter einer Brücke liegt, der sich bewegt und Winseln hörbar ist. Als Fero den Sack im Auto öffnet, kommen ihm 2 Hündinnen und ein Welpe entgegen. Zum Glück unverletzt, aber verschreckt und sehr hungrig.

Die Autobahnpolizei bemerkt einen jungen Labrador am Mittelstreifen, der sich nicht bewegen kann. Offensichtlich wurde er angefahren und schwer verletzt. Das nächste Tierheim ist nur 10 km entfernt aber die wollen nicht kommen, da sie angeblich voll sind. Die Polizei ruft bei Fero in Nitra an, ob er den Hund holen kann. Obwohl es für Fero 200 km hin und zurück sind, zögert er nicht und holt den Hund. Das zeigt uns, dass für unsere Tierfreunde in Nitra Tierschutz nicht ein Job ist, sondern Berufung aus Tierliebe! Natürlich wurde der Hund zum Tierarzt gebracht. Der stellte Brüche fest, konnte aber nicht zielführend helfen. Am nächsten Tag wurde er von Tierfreundinnen nach Wien geholt, um in einer Tierklinik einer sehr guten Behandlung unterzogen zu werden. Er hatte auf einem Hinterlauf einen Oberschenkelbruch und am Anderen einen doppelten Schienbeinbruch. Er lebt jetzt bei einer Pflegefamilie von unserem befreundeten Verein animalhope-Tierhilfe Nitra (Bild rechts).

Bei meinem Besuch in Nitra am 14. 3. wurde ich Zeuge als 2 Frauen mit 5 Rassehunden kamen um sie abzugeben. Diese 2 Frauen waren davor beim Tierarzt, zu dem auch Fero und Eva gehen, um diese 5 Hunde (2 – 5 Jahre alt) einschläfern zu lassen. Der Tierarzt weigerte sich natürlich und schickte sie ins Tierlager. Liebe Leser, sie müssen sich vorstellen, die bringen reinrassige Hunde zum Umbringen. Die Hunde waren super gepflegt, hatten Impfpässe und sogar Ausstellungspapiere. Scheinbar ist das Züchten für manche Leute in der Slowakei auch nicht mehr so lukrativ wie früher.

Dann kommen noch die Anrufe aus Tötungsstationen. Holt die Hunde, die zum Töten anstehen, oder sie sterben. Fero sagte mir als ich 15 Hunde in meinen Transportkäfigen verstaute, dass er morgen Sonntag in die Tötung in Nitra fahre um ebenso viele Hunde von dort raus zu holen.

Einmal im Monat kommt ein Polizeiwagen mit offenem Anhänger (Bild links) aus der Stadt Šala und bringt ca. 8 Hunde, um ihnen die Tötung zu ersparen.

Relativ viele Weibchen werden trächtig oder schon mit den Welpen abgegeben. Sie werden natürlich in einem eigenen Container untergebracht. Aber vielen Welpen heben die Anzahl der Tiere im Tierlager enorm.

Da ist es unumgänglich, dass auch in Österreich und Deutschland gute Plätze für die Hunde und Katzen gesucht werden. Zum Glück melden sich immer wieder tierliebe Menschen, die ein Tier bei sich aufnehmen. Die nehmen wir bei der Rückfahrt nach Österreich mit. Die von uns und unseren Freunden vermittelten Tieren, das müssen wir wieder betonen, sind extrem menschenfreundlich, lieb und für jede Streicheleinheit dankbar. Oft bekommen wir die Rückmeldung, dass sich der Hund so benimmt, als wäre er schon immer im Haushalt. Natürlich sind die Tiere geimpft, gechipt und haben einen EU-Impfpass! Wenn Sie einen Hund bei sich aufnehmen möchten, bedenken Sie bitte, dass ein ev. vorhandener Garten eingezäunt sein muss. Ebenso zögern wir sehr betagten Tierfreunden einen sehr jungen Hund zu geben. Es warten so viele liebe, verträgliche Hunde mittleren und höheren Alters auf einen guten Platz. Wir sind sicher, dass Sie dafür Verständnis aufbringen.

Natürlich helfen wir den Tieren in Nitra weiter mit voller Kraft! Sie helfen und doch sicher auch in diesem Jahr!                                                 Danke im Namen der Nitratiere sagt Franz Ludwig

 

 

 

Weinviertel/Niederösterreich

Von den vielen Katzenfutterdosen, die wir kauften, kam ein schöner Teil zu Frau Stummer für die herrenlosen Katzen im Weinviertel. Die Übergabe des Futters war und ist immer in Hainburg bei meinen Nitrafahrten. Mit ihren Freundinnen versorgt sie nach wie vor die Katzen in ihrer Umgebung. Schön dass es so verantwortungsbewusste und tierliebe Menschen gibt.

Als Gegenleistung bekommen wir immer Brot der vergangenen Tage von Frau Stummers Bäcker für die Nitrahunde.          Danke

     

 

 

Rebeccas Tierlager in Poligiros/Griechenland, Dezember 2008 bis März 2009

Im Dezember haben wir in unseren Internetseiten geschrieben, dass Rebecca ganz besondere Erfahrungen mit den Behörden machen musste. Hier ein Auszug daraus:

Es ist schon 3 Jahre her, dass nach einer anonymen Anzeige eine überfallsartige Durchsuchung der Unterkünfte für Mensch und Tiere auf Rebeccas Grundstück durchgeführt wurde. Gesucht wurden Tier-Medikamente, die in Griechenland nicht zugelassen sind. Die Polizei wurde fündig, bei einem Narkosemittel, das beim Kastrieren von Hund und Katz notwendig ist. Das hatte offenbar ein Tierarzt zurückgelassen, um es bei den nächsten Kastrationen wieder zu verwenden. Weil es leicht ist, die Kleinen ordentlich zu bestrafen, brummte man Rebecca eine Strafe von 6.000,- auf. Bei Ratenzahlung 6.880,-. Rebecca kam ordentlich in Verzug mit den Zahlungen. Braucht sie doch alles was sie hat und an Spenden bekommt für die Tiere. Im März 2008 kam eine letzte Mahnung und Rebeccas Schwester bezahlte die Schuld. Allerdings, typisch griechisch, etwas nach der Frist.

Alles schien in Ordnung zu sein, bis im September der Gerichtsvollzieher kam, um Rebeccas Grundstück zu vermessen. Warum?? Wir werden ihr Grundstück beschlagnahmen, weil nicht bezahlt wurde. Wir haben ja bezahlt! Geht mich nichts an! Und so geschah es auch. Im Dezember 2008 wollte das Finanzamt dann nochmals die 6.880,- Euro haben. Erst nach längeren Diskussionen fand man den Akt, wo stand, dass schon bezahlt worden war!! Im Jänner 2009 bekam es Rebecca dann trotzdem amtlich, dass sie auf Staatsgrund sitzt. Seither denkt das Finanzamt nach, auf welche Weise das Grundstück wieder in den Besitz von Rebecca zurück überschrieben werden kann, weil sie eingesehen haben, dass auch ein Fehler von amtlicher Seite vorliegt.

Wir werden über den Ausgang dieser unerfreulichen Sache berichten.

Es waren aber noch 643,- Euro an Grundsteuer für das Vorjahr offen. Die Begleichung dieser Schuld haben wir übernommen. Auch haben wir wieder die Futterkosten für die Huftieren, die geretteten Mulis und Esel, bezahlt.

In den vergangenen 3 Monaten war es auch in Nordgriechenland bei Rebecca recht kalt. Es gab Schnee und Eis. Dann wieder viel Regen. Das lässt uns aber auch hoffen, dass die Quelle, aus der Rebecca das Wasser entnimmt, heuer wieder aktiv wird.

Zu allem Überfluss gab der alte Transporter, ein MB Sprinter, den Geist auf. Die Reparatur würde bedeutend mehr kosten als der Wagen noch wert ist. Jetzt ist Rebecca auf der Suche nach Ersatz, denn ohne Auto kann man auch in Griechenland keinen Tierschutz betreiben. Zum Beispiel ist der Weg zum Tierarzt und zurück 60km lang, Futter muss zumeist selbst vom Großhändler geholt werden. Wir werden Rebecca unterstützen, wenn sie einen brauchbaren Transporter gefunden hat.

Aber über all diese Unannehmlichkeiten hinaus opfert sich Rebecca nach wie vor für die von ihr geretteten Tiere auf, wie für diese Hundefamilie (Bild rechts), die sie rettete. Wir unterstützen Rebecca tatkräftig, dank Ihrer Hilfe.

 

Bitte schreiben Sie „Rebecca“ bei Zahlungszweck, wenn sie Rebecca auch weiterhin direkt unterstützen wollen.

Danke im Namen von Rebecca und ihren Tieren.

 

 

 

Was hat die Europäische Union vor???(Auszug aus dem Text bei der Online-Petition!)

Die Europäische Union veröffentlichte im Mai 2008 einen „Bericht über eine neue Tiergesundheitsstrategie (2007-2013)“. Diese Strategie sieht unter anderem eine starke Anlehnung an die „Entwurfsrichtlinien über Hundepopulationssteuerung“ der World Organization for Animal Health (OIE) entworfen von der Terrestrische Animal Health Standards Commission (Bericht Oktober 2008) vor. Die Entwurfsrichtlinien der OIE definieren klare Umsetzungsmaßnahmen zur Euthanasie der Streuner um die Tollwutausbreitung einzudämmen, so sagt man.

Dieses erschreckende Dokument ist nicht nur das Todesurteil von Straßenhunden weltweit, es wird auch von Vertretern der EU mehrheitlich befürwortet.  Noch wurde ein solches Gesetz nicht beschlossen.

Weil die EU aber plant, sich der OIE als Mitglied anzuschließen und weil Mitgliedsstaaten der EU bereits Mitglied bei der OIE sind, besteht nun die große Gefahr, dass in Europa Tötungsstationen und Massentötungen von Straßenhunden in größerem Umfang als bisher schon eingeführt werden.

Anstatt die Hundevermehrer, kommerziellen Züchter und Welpenimporteure zu stoppen, dürfen diese gemäß dem Willen der OIE weitermachen. Die Euthanasie von unseren Mitgeschöpfen wird zur Lösung für die von Menschen gemachten Probleme. Der Tierschutz in Europa und die jahrzehntelange Arbeit vieler, dem Tierschutz verbundenen Menschen, wird zur Nichtigkeit degradiert. Die Verrohung der Menschen gegenüber ihren Mitgeschöpfen ist vorprogrammiert.

Weil das Europäische Parlament im Mai 2009 über die Zukunft der Straßentiere entscheidet, wird die Online-Petition spätestens am 30. April 2009 geschlossen!

Liebe Tierfreunde, wenn Sie selber keinen Internetzugang haben, lesen und unterzeichnen Sie bitte diese Petition bei einem/r Bekannten mit Internetzugang. Wenn wir hier nicht unterzeichnen, erübrigt sich bald der Tierschutz!

Hier die Adresse zur Online-Petition zum Schutze der Streunertiere: http://www.gopetition.com/online/25523.html

Danke an alle, die diese Petition unterzeichnen und den Straßentieren in Europa helfen! 

Franz Ludwig

 

 

Unsere Tierpaten von Dezember 2008 bis März 2009

 Die Esel bei Rebecca fanden 2 Paten.
Die Hunde in Nitra und bei Rebecca fanden diesmal 33 und die Katzen 4 Paten.
Die Tiere danken Ihnen von Herzen

 

 

Wir suchen Paten:

Die Tiere in Nitra:

                                            Von links nach rechts:

EMMA ist zu anderen Hunden dominant und daher schon seit Jahren im Tierlager.
AMANDA ist ca. 7 Jahre alt und seit ihrer Jugend im Tierlager.
ZORKA ist bereits ca. 1 Jahr im Tierlager. Sie ist sehr reserviert fremden Menschen gegenüber.

 

 

 


 <SPITZI ist schon seit 4 Jahren in Nitra. Er ist aus der Tötung gekommen. Leider ist er ängstlich und schnappt, wenn er jemanden nicht kennt.


 

 <SANDY ist bereits seit7 Jahren im Tierlager.

 

 

 

 

Die Tiere bei Rebecca:

 

Die Hundemutter Eleni wurde mit ihren 3 Welpen von Rebecca in Thessaloniki mitten auf der Straße aufgelesen.
Ein Welpe war schon überfahren.

<ELENI und die Welpen MONA, MANULA und PARI leben jetzt bei Rebecca, obwohl das Tierlager übervoll ist. 

 

 

 

 

 

LARA (links), die unterernährte Hündin wurde von Rebecca aufgenommen und ist inzwischen etwas aufgepäppelt.

ASPROULA musste das rechte Hinterbein nach einem Verkehrsunfall amputiert werden. Auch sie lebt bei Rebecca.

 

 

 

 Mit nur € 55,- pro Jahr helfen Sie mit, Tieren das Überleben zu sichern. Schreiben Sie bitte „Patenschaft“, den Namen des Tieres, Ihren Namen und Ihre Anschrift auf den Zahlschein. Wir senden Ihnen dann umgehend eine Urkunde mit dem Bild des Tieres Ihrer Wahl zu. Bitte denken Sie auch an die Möglichkeit Patenschaften zu verschenken.

Bei zweckgebundenen Spenden vermerken Sie bitte  â€žNitra“, „Rebecca“ oder „Weinviertel“ bei Zahlungszweck.                                       Herzlichen Dank im Namen der Tiere! 

 

Unser Spendenkonto bei der BAWAG:

Kontoinhaber: Tierschutz-Franziskus;  Kontonr.: 27210016894;  BLZ.: 14000;

Für Paten aus Deutschland mit EU-Überweisung:  BIC: BAWAATWW   IBAN: AT411400027210016894